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Begleiterkrankungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine Entfernung der Bauchspeicheldrüse kann zu einem Diabetes mellitus führen.

ajt/Shutterstock

Bei einer schweren Erkrankung wie einem Bauchspeicheldrüsenkrebs kann es zum Auftreten verschiedener Begleiterkrankungen kommen. Ob diese tatsächlich auftreten und in welcher Intensität sie es tun, kann nicht prognostiziert werden, da individuelle Faktoren wie der Allgemeinzustand des Patienten eine entscheidende Rolle spielen. Insbesondere nach einer operativen Entfernung eines Teils der Schilddrüse oder auch einer radikalen Pankreatektomie ist es notwendig, Enzyme oder auch Hormone medikamentös zu ersetzen.

Verdauungsprobleme

Wurde ein Teil der Bauchspeicheldrüse oder auch das komplette Organ entfernt, werden verschiedene Verdauungsenzyme gar nicht mehr oder nicht mehr in ausreichendem Maße produziert. Dadurch kann es anfangs nach einer Operation zum Auftreten von Verdauungsstörungen wie Durchfällen oder Fettstühlen kommen. Sie sind auf einen ungenügenden enzymatischen Abbau von Nahrungsbestandteilen zurückzuführen, die somit nicht im Dünndarm vom Körper aufgenommen werden. Die fehlenden Enzyme werden ab der Operation ein Leben lang in Form von Tabletten während der Mahlzeiten eingenommen und ersetzen so die Enzyme der Bauchspeicheldrüse.

Es kann zudem erforderlich sein, die Ernährung umzustellen. Nach einer operativen Entfernung der Bauchspeicheldrüse sollte der Körper mit besonders hochwertiger Nahrung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Günstig ist der Verzehr von sogenannten MCT-Fetten, die einen hohen Gehalt an mittelkettigen Fettsäuren aufweisen und daher vom Dünndarm besonders gut aufgenommen werden können. Da es unmittelbar nach der Operation häufig zu einem Gewichtsverlust kommt, eignen sie sich besonders gut zur Gewichtszunahme.

Wurde ein Teil des Magens entfernt, kann ein sogenanntes Dumping-Syndrom entstehen. Dabei entleert sich der Inhalt des Restmagens zu schnell in den Dünndarm. Insbesondere während der Mahlzeiten treten Symptome wie Schwindel, Herzklopfen, Schweißausbrüche, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen auf.

Diabetes mellitus

Eine Entfernung der Bauchspeicheldrüse geht nicht nur mit einer Entfernung der enzymproduzierenden Drüsen, sondern auch der hormonproduzierenden Langerhansschen Inseln einher. Dies kann sich in einem Diabetes mellitus äußern. Durch das Fehlen der B-Zellen kann vom Körper nicht mehr ausreichend Insulin produziert werden. Entsprechend kommt es zu den typischen Symptomen eines Diabetes mellitus. Diese sind neben der Erhöhung des Blutzuckerspiegels ein häufiges Wasserlassen, ein starkes Durstgefühl, Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Konzentrationsstörungen.

Diagnostizierung und Behandlung von Begleiterkrankungen

Begleit- und Folgeerkrankungen zu erkennen und zu behandeln, ist Teil der Tumornachsorge. Außerdem soll sie dazu dienen, einen eventuellen Rückfall, ein sogenanntes Rezidiv, möglichst schnell zu erkennen und den Betroffenen bei seelischen, körperlichen und sozialen Problemen helfen. Dazu gehört auch, dass Schäden oder Einschränkungen, die durch die Krankheit entstanden sind, so weit wie möglich behoben werden und die Betroffenen, wenn machbar, wieder in ihr Berufsleben eingegliedert werden.

Die Nachsorge einer Krebserkrankung erstreckt sich in der Regel über mehrere Jahre. Die Termine für die Nachsorge-Untersuchungen sollten immer pünktlich wahrgenommen werden. Dabei werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, nachdem jeweils ein ausführliches Patientengespräch stattgefunden hat. Zur Nachsorge gehört zudem eine allgemeine körperliche Untersuchung, die durch weitere diagnostische Verfahren wie z. B. eine Computertomografie oder eine Messung von Tumormarkern im Blut ergänzt wird. Falls notwendig, erfolgen zusätzlich apparative Untersuchungen.

Häufig wird direkt im Anschluss an die Krebstherapie im Krankenhaus die Durchführung einer Anschlussheilbehandlung empfohlen, um den Erholungs- und Genesungsprozess der Betroffenen zu beschleunigen.

Lydia Köper

14.02.12

Begleiterkrankungen
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