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Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Ursache für die Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses ist nicht bekannt

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Die genaue Ursache für die Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses ist bisher nicht bekannt. Bei einem Krebs handelt es sich immer um Zellen, die im Laufe der Zeit entartet sind und unkontrolliert wachsen. Eine solche Entartung entsteht durch genetische Veränderungen, sogenannte Mutationen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben – und so aus einer normalen Zelle eine Krebszelle entstehen lassen haben. Begünstigt wird die Entwicklung von Krebszellen durch verschiedene Risikofaktoren wie Alkohol und Rauchen.

Formen des Bauchspeicheldrüsenkrebses

Ein Bauchspeicheldrüsenkrebs kann theoretisch an jeder Stelle des Organs entstehen und entsprechend auch aus verschiedenen Zelltypen hervorgehen. In 70 % bis 75 % entsteht ein Tumor aber in der Realität am Kopf der Bauchspeicheldrüse. Etwa 20 % der Krebszellen entwickeln sich am Körper und nur 5 % bis 10 % am Schwanz des Organs.

95 % der Tumoren gehen aus Zellen hervor, die die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse auskleiden. Man spricht in einem solchen Fall von einem duktalen exokrinen Tumor. 80 % bis 90 % davon sind Adenokarzinome, die aus dem eigentlichen Drüsengewebe hervorgehen. Ebenfalls aus Gangzellen gehen Cystadenokarzinome hervor, die mit 6 % aller Bauchspeicheldrüsenkrebse aber als selten anzusehen sind. Auch azinäre Tumoren, die aus den enzymproduzierenden Endstücken der Bauchspeicheldrüse hervorgehen, kommen nur vereinzelt vor. Bei all diesen Formen handelt es sich um Krebserkrankungen des exokrinen Teils der Bauchspeicheldrüse.

Nur bei 5 % aller Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs handelt es sich um einen Tumor des endokrinen Teils. Solche Tumoren können u. a. von den hormonproduzierenden Zellen der Langerhansschen Inseln ausgehen, die sich verstreut im Organ befinden.

Erbliche Vorbelastung

Wie bei vielen Krebsarten gibt es auch beim Bauchspeicheldrüsenkrebs eine erbliche Form. Dabei ist durch das Vorhandensein einer genetischen Veränderung (Mutation), die Entstehung der Krankheit stark begünstigt. Man spricht auch von einer genetischen Prädisposition. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass innerhalb einer Familie der Bauchspeicheldrüsenkrebs gehäuft auftritt. Der Anteil der bösartigen Tumoren, die aufgrund einer ererbten Komponente auftreten, wird auf etwa 5 % bis 10 % geschätzt. Bei der Mehrheit der Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten besteht also keine erbliche Basis für die Entstehung der Krankheit.

Vorerkrankungen

Bestimmte Vorerkrankungen scheinen die Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses stark zu begünstigen. So besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Menschen, die an einer erblich bedingten Bauchspeicheldrüsenentzündung, einer sogenannten Pankreatitis, leiden. Etwa 40 % der Menschen mit einer solchen erblich bedingten Pankreatitis entwickeln bis zu ihrem 70. Lebensjahr auch einen Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs wird außerdem durch Vorerkrankungen am Magen begünstigt, aufgrund derer eine Operation erforderlich war. Dazu zählt z. B. das Magengeschwür. Nach einer solchen Operation ist das Risiko eines Bauchspeicheldrüsenkrebses um das 3-fache bis 7-fache erhöht.

Zudem gibt es verschiedene Erkrankungen, die mit einer Entstehung von Tumoren in mehreren Organen einhergehen – und auch die Bauchspeicheldrüse betreffen. Dazu zählt das MEN-Syndrom I (Multiple Endokrine Neoplasie), das von-Hippel-Lindau-Syndrom und das Lynch-Syndrom (auch bekannt als HNPCC, hereditäres nicht-polypöses kolorektales Karzinom). Auch das Brust- und Eierstockkrebssyndrom und das Peutz-Jeghers-Syndrom begünstigen das Auftreten eines Bauchspeicheldrüsenkrebses.

Lydia Köper

06.02.12

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