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Heilungschancen von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine persönliche Prognose kann bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht gestellt werden.

Barbara Kuzma/Shutterstock

Die Heilungschancen einer Krebserkrankung werden in der Regel in Überlebensraten angegeben, die sich auf einen bestimmten Zeitraum beziehen. Dies sind in den meisten Fällen 5 Jahre. Die entsprechenden Werte sind Durchschnittwerte, die den Betroffenen lediglich einen Anhaltspunkt über die Schwere der eigenen Erkrankung liefern. Eine persönliche Prognose kann bei einer Krebserkrankung wie dem Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht gestellt werden, da individuelle Faktoren eine große Rolle spielen können. So überleben manche Menschen u. U. die Krankheit nicht, obwohl die 5-Jahresüberlebensraten für ihre Erkrankung prinzipiell vielleicht gut sind. Andere wiederum gewinnen trotz schlechter Prognosen den Kampf gegen den Krebs.

Überlebensraten beim Bauchspeicheldrüsenkrebs

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als die tödlichste aller Krebserkrankungen. Grund dafür ist, dass die Krankheit nur in seltenen Fällen in einem Stadium diagnostiziert wird, in dem noch gute Heilungschancen bestehen. Ist dieses Stadium überschritten, sind meist nur noch palliative Anwendungen möglich. So sind es nur etwa 20 % aller diagnostizierten Fälle, in denen vom Arzt eine operative Entfernung des Tumors mit dem Ziel der Heilung angestrebt wird. Wurde der Tumor komplett entfernt und hatte eine Größe von weniger als zwei Zentimetern, beträgt die 5-Jahresüberlebensrate etwa 40 %. Je weiter fortgeschritten jedoch das Krebsstadium ist, desto ungünstiger ist auch die Prognose. Hat der Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits in andere Organe gestreut, also Metastasen gebildet, versterben viele Betroffene noch innerhalb des ersten Jahres nach Diagnosestellung. Die 5-Jahres-Überlebensrate eines Bauchspeicheldrüsenkrebses im Allgemeinen, also unabhängig vom Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnostizierung, beträgt insgesamt durchschnittlich nur 2 % bis 4 % – alle anderen Patienten versterben innerhalb dieses Zeitraumes.

Palliativmedizin

Ist eine Heilung nicht mehr möglich, so werden palliativmedizinische Verfahren eingesetzt. Sie haben zum Ziel, die verbleibende Lebensspanne der Betroffenen so beschwerdefrei wie möglich zu gestalten und so die Lebensqualität weitgehend zu erhalten. Auch eine Verlängerung der verbleibenden Lebensspanne ist möglich, wenn das Tumorwachstum zumindest zeitweise eingedämmt oder verhindert werden kann.

Ist ein Tumor nicht mehr operativ zu entfernen, so wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem weiteren Wachstum Beschwerden verursachen. So können z. B. der Gallenausgang, der Magenausgang oder der Zwölffingerdarm eingeengt werden. Die Folgen sind eine Gelbsucht im Fall eines Staus der Galle oder Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit bei einer Blockade des Verdauungstraktes. In solchen Fällen kann den Betroffenen häufig mit nicht-operativen Eingriffen geholfen werden, indem die Blockaden endoskopisch gelöst werden. Diese Methoden zeigen auch langfristig betrachtet gute Erfolge und belasten die Patienten wenig.

Ein wichtiger Aspekt der palliativen Behandlung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die Schmerzmedizin, da viele Patienten bei dieser Krebsart unter starken Schmerzen leiden. Im Allgemeinen werden dazu Schmerzmittel in festgelegten zeitlichen Abständen verabreicht und nicht nur dann gegeben, wenn tatsächlich Schmerzen auftreten. Um eine möglichst konstante Wirkung der Schmerzmittel zu gewährleisten, stehen heute verschiedenste Präparate zur Verfügung. Dies sind z. B. Tropfen, Tabletten, Zubereitungen mit verzögerter Freisetzung (Retard-Präparate) oder Schmerzpflaster, die über einen bestimmten Zeitraum dauerhaft Wirkstoffe an die Haut abgeben. Leidet ein Patient mit einem Bauchspeicheldrüsenkrebs unter starken Schmerzen, so hat die Schmerztherapie immer Vorrang vor allen anderen Anwendungen. Die Behandlung sollte nach Möglichkeit durch einen entsprechend spezialisierten Arzt, einen sogenannten Schmerztherapeuten, erfolgen.

Lydia Köper

14.02.12

Heilungschancen
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