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Nebenwirkungen von Therapien

Eine charakteristische Nebenwirkung der Chemotherapie ist der Haarverlust.

Oleinikova Olga/Shutterstock

Die Therapien, die bei einer Krebstherapie eingesetzt werden, sind nicht nebenwirkungsfrei. Welche Nebenwirkungen genau auftreten können, hängt zum einen vom jeweilig eingesetzten Therapieverfahren und zum anderen von individuellen Faktoren ab. Dadurch treten die Nebenwirkungen von Person zu Person unterschiedlich stark in Erscheinung und werden entsprechend auch als unterschiedlich belastend empfunden.

Operation

Jeder operative Eingriff birgt die bekannten Operationsrisiken. Je nach Alter und Allgemeinzustand des Patienten können große Varianzen in der Zeitspanne auftreten, die vergeht, bis jeweils die Operation bewältigt wurde. Dies ist insbesondere bei komplexen Eingriffen wie z. B. bei einer Whipple-Operation der Fall.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie wirkt nicht spezifisch nur auf die Krebszellen, sondern auf alle Gewebe, die einer häufigen Zellteilung unterliegen. Betroffen von unerwünschten Auswirkungen der Therapie sind daher vor allem die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts, das blutbildende System im Knochenmark und die Haarwurzeln. Außerdem wirken manche Chemotherapeutika direkt auf ein Zentrum im Gehirn, in dem Erbrechen und Übelkeit ausgelöst werden. Heutzutage ist es aber oftmals möglich, eine Chemotherapie völlig ohne Übelkeit und Erbrechen zu überstehen. Grund dafür ist der Einsatz bestimmter Medikamente, so genannter Antiemetika, die vielen Patienten schon vor Beginn der eigentlichen Chemotherapie als Infusion verabreicht werden.

Die Effekte auf das blutbildende System können unterschiedlich sein, je nachdem, welche Zelltypen wie stark betroffen sind. Können nicht mehr genügend rote Blutkörperchen produziert werden, kommt es in der Folge zu einer Blutarmut. Fehlen weiße Blutkörperchen, ist entsprechend die Immunabwehr des Köpers eingeschränkt und eine erhöhte Infektionsanfälligkeit kann auftreten. Sind die Zellen des Blutgerinnungssystems stark betroffen, treten Störungen der Blutgerinnung auf. Von den Schleimhäuten des Verdauungstraktes sind es vorwiegend die des Mundes, die bei einer Chemotherapie mitbetroffen sind. Es kann zu einer Mundtrockenheit kommen und Geschwüre und wunde Stellen können auftreten. Eine charakteristische Nebenwirkung der Chemotherapie ist der Haarverlust, der kurz nach Beginn der Behandlung einsetzt. Wie die haarlose Zeit überbrückt wird, muss dabei jeder Patient selbst entscheiden. Für manche Patienten ist es in Ordnung, eine gewisse Zeit mit einer Glatze durchs Leben zu gehen, andere entscheiden sich für das Tragen einer Perücke.

All den genannten Nebenwirkungen ist gemeinsam, dass sie rasch nach Ende der Chemotherapie wieder abklingen. Ob und in welchem Umfang neben den Sofortwirkungen auch Langzeitfolgen auftreten, konnte bisher trotz wissenschaftlicher Untersuchungen nicht eindeutig geklärt werden.

Strahlentherapie

Die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind weniger stark als die einer Chemotherapie, weil die Strahlentherapie lokal am Ort der Behandlung und nicht systemisch im ganzen Körper wirkt. Wird eine externe Bestrahlung, also eine Bestrahlung von außen, durchgeführt, müssen die Strahlen durch die Haut in das Körperinnere vordringen. Dies bleibt häufig nicht ohne Folgen für die Haut, wenn auch auf der Körperoberfläche noch nicht das Dosismaximum der Strahlung erreicht wurde. Die Symptome ähneln denen eines Sonnenbrandes – die Haut rötet sich und schwillt an. Die Symptome gehen nach Ende der Behandlungen zurück, dauerhafte Schäden der Haut durch eine Strahlentherapie sind heute selten. Bei Bestrahlungen im Bauchraum kann es zudem zu einem Auftreten von Durchfall und Übelkeit kommen.

Zielgerichtete Therapien

Häufigste Nebenwirkung bei der Behandlung mit Erlotinib ist ein akneähnlicher Hautausschlag, der in den meisten Fällen keiner Behandlung bedarf. Erfahrungswerte konnten zeigen, dass das Auftreten dieser Nebenwirkung im Allgemeinen ein Zeichen eines guten Ansprechens der Behandlung ist.

Lydia Köper

14.02.12

Nebenwirkungen
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