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Prävention von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Alkohol scheint das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu steigern

Patric Schmid/Shutterstock

Bei manchen Krebsarten bestehen Hinweise, dass bestimmte Einflüsse das Erkrankungsrisiko erhöhen. Dies ist auch beim Bauchspeicheldrüsenkrebs der Fall. Solche Einflüsse werden als Risikofaktoren bezeichnet und die Menschen, die diesen Einflüssen vermehrt ausgesetzt sind, als Risikogruppen.

Einer Krebserkrankung kann niemals sicher vorgebeugt werden, die Möglichkeit einer wirklichen Prävention besteht also nicht. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit kann aber niedrig gehalten werden, indem die bekannten Risikofaktoren gemieden werden. Somit gehört man keiner der bekannten Risikogruppen an, deren Erkrankungswahrscheinlichkeit gesteigert ist. Auch wenn man einer Risikogruppe angehört, so kann in manchen Fällen das persönliche Erkrankungsrisiko über die Zeit wieder gesenkt werden, wenn der schädliche Einfluss in Zukunft unterbunden wird. Dies ist z. B. beim Rauchen der Fall.

Das Rauchen

Es konnte in Studien zweifelsfrei nachgewiesen werden, das Rauchen die Wahrscheinlichkeit, an einem Bauchspeichelkrebs zu erkranken, erhöht. Es ist wohl der größte Risikofaktor. Wer also Raucher ist, aber einem Bauchspeicheldrüsenkrebs vorbeugen möchte, sollte umgehend mit dem Rauchen aufhören. Die krebsfördernde Wirkung des Zigarettenrauchs entsteht durch die vielen darin enthaltenen Schadstoffe, von denen einige nachweislich krebserregend, also karzinogen, sind. Ein Aufgeben des Rauchens würde außerdem nicht nur das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs, sondern auch anderer Krebserkrankungen, wie beispielsweise einem Lungenkrebs, wieder verringern. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung würde dadurch deutlich gesenkt werden.

Aktuelle Schätzungen sehen etwa bei einem Viertel aller Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Rauchen. Das Risiko, an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, wird gegenüber einem Nichtraucher als 3,5-fach erhöht angegeben. Kommen weitere Faktoren wie z. B. ein erhöhter Alkoholkonsum hinzu, scheinen sich die Faktoren aufzusummieren und das Risiko weiter zu erhöhen.

Alkohol

Auch Alkohol scheint das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu steigern. Bei Frauen scheint dazu nicht mal ein extrem überhöhter Alkoholkonsum notwendig zu sein. Schon für einen betrachteten Konsum von 33 Gramm Alkohol pro Tag, was etwa einer Menge von 1 bis 2 Bier entspricht, konnte eine erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeit nachgewiesen werden. Es wird angenommen, dass ein starker Alkoholkonsum das Risiko eines Bauchspeicheldrüsenkrebses bei beiden Geschlechtern um etwa das 2,5-fache steigert. In Verbindung mit Rauchen erhöht sich das Risiko weiter.

Ernährung

Auch die Ernährung scheint bei der Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses eine Rolle zu spielen. In groß angelegten Studien war das Risiko einer Erkrankung für Personen, die sich obst- und gemüsereich mit hohem Faser- und Vitamingehalt ernährt haben, niedriger als für Personen, die vorwiegend fleisch- und fettreiche Kost verzehrt haben. Insbesondere über einen begünstigenden Einfluss durch den Verzehr tierischer Fette und den Konsum von Koffein wird zurzeit diskutiert.

Weitere Risikofaktoren

Es gibt verschiedene weitere Faktoren, die bisher mit der Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses in Verbindung gebracht werden konnten. Dazu zählen zum einen verschiedene Giftstoffe, die z. B. in Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden, also in Pflanzenschutzmitteln bzw. Unkraut- und Pilzvernichtungsmitteln enthalten sind. Es ist daher ratsam, sich solchen Substanzen nicht oder möglichst wenig auszusetzen. Auch chlorierte Kohlenwasserstoffen, Chrom und Kraftstoffe werden als potenzielle Risikofaktoren diskutiert. Ein weiterer Faktor, der die Entstehung von einem Bauchspeicheldrüsenkrebs möglicherweise begünstigen könnte, sind möglicherweise elektromagnetische Felder.

Lydia Köper

06.02.12

Prävention
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