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Untersuchungen zur Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft zufällig entdeckt, z. B. bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches

Lucian Coman/Shutterstock

Es passiert oft, dass ein Bauchspeicheldrüsenkrebs eher zufällig entdeckt wird, z. B. bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches. Sollte ein Verdacht auf einen Bauchspeicheldrüsenkrebs aufgrund aufgetretener Symptome bestehen, wird der Arzt verschiedene diagnostische Schritte einleiten. Nur so kann abgeklärt werden, ob es sich wirklich um einen bösartigen Tumor handelt oder ob die Symptome, die eher unspezifisch und uncharakteristisch sind, nicht durch eine andere, harmlosere Krankheit verursacht werden. Auch wenn die Diagnose gesichert ist, müssen für die Erstellung eines Therapieplanes weitere Informationen gewonnen werden. Die genaue Lage und Ausdehnung des Tumors muss bekannt sein, ebenso der Zelltyp, aus dem er hervorgegangen ist und das Stadium, in dem er sich befindet.

Anamnese und Laboruntersuchungen

Wendet ein Patient sich mit Symptomen an einen Arzt, die für einen Bauchspeicheldrüsenkrebs sprechen könnten, findet zunächst die Anamnese, das Patientengespräch, statt. Dabei schildert der Patient genau seine Beschwerden und der Arzt kann durch gezielte Fragen, z. B. nach einem familiär gehäuften Auftreten eines Bauchspeicheldrüsenkrebses, konkretere Hinweise bekommen.

Die Untersuchung des Blutes ist ein Standardverfahren in der allgemeinen Krankheitsdiagnostik. Mit diesem Verfahren lässt sich kein Bauchspeicheldrüsenkrebs eindeutig diagnostizieren und auch nicht ausschließen, es können aber wichtige Informationen über den Allgemeinzustand des Patienten gewonnen werden. In manchen Fällen können Tumormarker im Blut nachgewiesen werden, die für das Vorhandensein einer Krebserkrankung sprechen. Sie lassen allerdings keinen Rückschluss auf die Art des Krebses zu und schließen eine Krebserkrankung bei Abwesenheit auch nicht aus. Daneben kann mithilfe der Blutuntersuchung die Funktionalität der Bauchspeicheldrüse überprüft werden, welche bei Vorliegen eines Tumors verändert sein kann.

Ultraschalluntersuchung

Die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) ist eine verbreitete Methode, auf einfache Art und Weise ohne Belastung für den Patienten einen Einblick in das Innere des Körpers zu bekommen. Allerdings kann so nur eine grobe Orientierung erhalten werden. Für eine genaue Diagnostik ist die Auflösung des Ultraschalls nicht hoch genug.

Die Auflösung kann durch die Durchführung einer endoskopischen Ultraschalluntersuchung deutlich verbessert werden, denn sie gilt als eine der empfindlichsten Untersuchungsmethoden bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Bei der endoskopischen Ultraschalluntersuchung wird ähnlich einer Magenspiegelung ein Endoskop über die Speiseröhre zum Magen und Zwölffingerdarm geführt. Am Ende des Endoskops befindet sich ein Ultraschallkopf. Wegen der engen Lagenziehung der Bauchspeicheldrüse zum Magen und zum Zwölffingerdarm können so auch kleinste Veränderungen dargestellt werden – und zudem auch Lage und Ausdehnung des Tumors beurteilt werden. Auch die Entnahme einer Probe durch eine Feinnadelbiopsie zur mikroskopischen Analyse ist möglich.

Spezielle bildgebende Verfahren

Um außer durch eine endoskopische Ultraschalluntersuchung die Lage und Ausdehnung des Tumors genau zu beurteilen und gleichzeitig auch Metastasen im Körper des Patienten aufspüren zu können, werden die speziellen bildgebenden Verfahren eingesetzt. Dies ist beim Bauchspeicheldrüsenkrebs vor allem die Computertomografie (CT). Dabei handelt es sich um eine spezielle Röntgenuntersuchung, die eine schichtweise Darstellung des Körpers ermöglicht. Dazu ist in der Regel der Einsatz eines Kontrastmittels erforderlich, die Strahlenbelastung für den Patienten ist aber gering.

In manchen Fällen kann zur Ergänzung einer CT eine Magnetresonanztomografie (MRT) erfolgen. Die Methode arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern unter Einsatz eines Magnetfeldes. Auch mit dieser Methode ist eine schichtweise Darstellung des menschlichen Körpers möglich, so dass Ausdehnung und Lage des Tumors genau ermittelt und zudem Metastasen aufgespürt werden können.

Lydia Köper

06.02.12

Untersuchungen
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