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Weitere diagnostische Verfahren

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) zählt zu den neueren Untersuchungsverfahren in der Krebsdiagnostik.

Konstantin Sutyagin/Shutterstock

Neben einer Ultraschalluntersuchung und der CT und MRT können weitere bildgebende Verfahren zur Diagnostik eines Bauchspeicheldrüsenkrebses eingesetzt werden. Welche dies im individuellen Fall sind, wird vom Arzt entschieden und kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein.

Spiegelung von Bauchspeicheldrüsen- und Gallengang und MRCP

Um speziell den Bauchspeicheldrüsen- und Gallengang analysieren zu können, kann bei einer endoskopischen Untersuchung vom Zwölffingerdarm aus ein Kontrastmittel eingespritzt werden. Tumorbedingte Veränderungen können dann in einer anschließend angefertigten Röntgenaufnahme dargestellt werden. Man bezeichnet diese Methode als Endoskopisch-Retrograde-Cholangio-Pankreatikografie (ERCP). Sie ist auch heute noch eine wichtige Diagnosemethode, auch wenn es mittlerweile Möglichkeiten gibt, über eine spezielle Form der Magnetresonanztomografie, die sogenannte MRCP (Magnet-Resonanz-Cholangio-Pankreatikografie), dieselbe Untersuchung durchzuführen. Die ERCP hat allerdings zwei entscheidende Vorteile. Bei der endoskopischen Untersuchung können vom Arzt Proben der Sekrete, also der Galle und des Bauchspeicheldrüsensafts, entnommen und auf das Vorhandensein von Krebszellen analysiert werden. Ist der Abfluss der Galle durch den Tumor behindert, können direkt Stents eingesetzt werden, um den Abfluss wiederherzustellen.

Spiegelung der Bauchhöhle

Kann mit den bisher erwähnten diagnostischen Verfahren kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden oder ist weiterhin unklar, ob der Tumor bereits in benachbarte Organe oder das Bauchfell gestreut hat, kann eine Spiegelung der Bauchhöhle, eine so genannte Laparoskopie, durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei dem teleskopisch der Bauchraum begutachtet wird. Erscheint eine Entfernung eines Tumors sinnvoll, kann diese sofort erfolgen. Dies ist allerdings nur gegeben, so lange der Tumor nicht in andere Organe gestreut hat.

Skelettszintigrafie

Die Skelettszintigrafie ist ein wichtiges Verfahren, um feststellen zu können, ob ein Tumor bereits Knochenmetastasen gebildet hat. Dazu werden geringe Mengen einer radioaktiven Substanz in die Blutbahn gespritzt, die sich bevorzugt in erkranktem Knochen anreichert. Mit einer speziellen Kamera, die Bereiche hoher Radioaktivität registriert, können nun die metastasenverdächtigen Bereiche ausgemacht werden.

Positronen-Emissions-Tomografie

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) zählt zu den neueren Untersuchungsverfahren in der Krebsdiagnostik. Dargestellt werden können sowohl Tumoren als auch Metastasen. Die PET macht sich die unterschiedlichen Stoffwechseleigenschaften des normalen Gewebes im Vergleich zu Krebszellen zunutze und kann als ein Verfahren zur Ganzkörperuntersuchung eingesetzt werden. Für die Durchführung der PET wird dem Patienten zunächst eine radioaktiv markierte Substanz verabreicht. Der Abbau dieser Substanz kann in den einzelnen Geweben analysiert werden. Da Tumoren und Metastasen durch ihr rasches Wachstum und ihre hohe Zellteilungsrate auch eine höhere Stoffwechselaktivität besitzen als normale Zellen, heben sie sich vom gesunden Gewebe ab. Die Analyse erfolgt über ein tomografisches Bild. Die PET hat allerdings einen großen Nachteil, denn neben dem veränderten Gewebe sind es auch Entzündungsprozesse, die einen erhöhten Stoffwechsel bewirken. Aus diesem Grund kann eine Entzündung schnell als Tumor fehlinterpretiert werden und entsprechend zu einem falsch-positiven Ergebnis führen. Aus diesem Grund wird die Methode der PET zurzeit eher zurückhaltend eingesetzt.

Oktreotid-Szintigrafie

Für endokrine Bauchspeicheldrüsentumoren besteht mit der Oktreotid-Szintigrafie ein weiteres diagnostisches Verfahren. Es beruht auf der Tatsache, dass endokrine Zellen bestimmte Moleküle auf ihrer Oberfläche tragen. Werden dem Patienten nun radioaktiv markierte Antikörper gegen diese Moleküle verabreicht, können so im Bereich des Tumors Ansammlungen der Antikörper detektiert werden.

Lydia Köper

14.02.12

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