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Begleiterkrankungen von Blasenkrebs

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Begleiterkrankungen

Eine schwere Erkrankung wie der Blasenkrebs begünstigt die Entstehung bestimmter Folgeerkrankungen. Diese müssen nicht immer körperlicher Natur sein, sondern die Diagnose Krebs stellt auch eine große psychische Belastung dar.

Psychische Probleme

Bekommt jemand die Diagnose Blasenkrebs, so ist neben der eigentlichen Therapie der Krankheit besonders der richtige Umgang mit der Krankheit wichtig. Die Diagnose stellt das Leben der Betroffenen schlagartig auf den Kopf und löst Ängste und Unsicherheiten aus.

Nicht selten geben sich die Betroffenen selbst die Schuld daran, diese Krankheit bekommen zu haben. In Wahrheit ist daran natürlich niemand schuld. Aber wenn die Betroffenen nicht lernen, die Krankheit als Schicksalsschlag zu akzeptieren und wieder nach vorne zu schauen, können Depressionen die Folge sein. Auch das Auftreten von Angst- und Belastungsstörungen ist keine Seltenheit. Unabhängig von der genauen Art der vorliegenden Krebserkrankung ist es etwa jeder dritte Betroffene, der unter einer psychologischen Begleiterkrankung leidet. Bei etwa jedem Vierten besteht ein Therapiebedarf. Betroffen sind besonders häufig junge Frauen und Eltern, deren Kinder unter 18 Jahre alt sind.

Es konnte in Studien nachgewiesen werden, dass eine psychische Begleiterkrankung nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen weiter einschränkt, sondern auch den Therapieerfolg vermindert. Aus diesem Grund sollten Menschen nach der Diagnose Krebs bei psychischen Problemen nicht zögern, eine psychoonkologische Begleitung in Anspruch zu nehmen. Solche Probleme sind keine Seltenheit und niemand muss sich deswegen schämen. Und niemand sollte mit seinen Problemen alleine dastehen und sie ohne Hilfe bewältigen müssen.

Fatigue

Eine weitere häufige Begleiterkrankung bei Krebserkrankungen aller Art ist die Fatigue. Die Fatigue kann in unterschiedliche Bereiche gegliedert werden: in affektive, in kognitive und in physische Müdigkeitsempfindungen.

Die Fatigue trifft etwa 50 % aller Krebspatienten. Sie ist gekennzeichnet durch ein starkes und andauerndes Gefühl der Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Die Fatigue kann sowohl durch die Krebserkrankung an sich als durch verschiedene therapeutische Verfahren wie eine Chemotherapie ausgelöst werden. Am häufigsten bei Krebspatienten ist die physische Fatigue, sie äußert sich u. a. in reduzierter körperlicher Leistungsfähigkeit, Kraftlosigkeit und Schwäche. Des Weiteren haben Krebspatienten ein für sie ungewohntes Ruhe- und Schlafbedürfnis und weiterführende Müdigkeit trotz ausreichenden Schlafes. Bei einer affektiven Fatigue empfindet der Patient Resignation, Traurigkeit und Angst sowie Antriebslosigkeit. Denk- und Konzentrationsprobleme finden sich bei der kognitiven Fatigue und es kann auch zu Schlafproblemen kommen.

Besonders häufig betroffen von einer Fatigue sind ältere Menschen. Auch die Intensität der durchgeführten Therapie beeinflusst das Erkrankungsrisiko. Je stärker die Therapie, desto größer die Wahrscheinlichkeit, an einer Fatigue zu erkranken. Auch die Kombination verschiedener Therapieverfahren, die auch allein angewendet eine Fatigue auslösen können, steigert das Risiko weiter. Dies ist beim Blasenkrebs z. B. bei der Anwendung einer Radiochemotherapie der Fall. Die Fatigue wird nach Ende der Therapie i. d. R. wieder nachlassen, oftmals sind dazu aber mehrere Monate der Erholung notwendig. Bis zu drei Monate nach Abschluss der Behandlung sind normal, eine individuelle Prognose kann aufgrund der Variabilität von Mensch zu Mensch aber nicht erstellt werden.

Lydia Köper

29.08.11

Begleiterkrankungen
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