- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Krebserkrankungen - Leberkrebs - Begleiterkrankungen von Leberkrebs

Begleiterkrankungen von Leberkrebs

Häufige Begleiterkrankungen von Leberkrebs sind Pfortaderhochdruck und Gelbsucht (Ikterus)

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Begleiterkrankungen

Neben der bereits beschriebenen Leberzirrhose, die oft die Entstehung eines Leberkrebses verursacht, treten weitere Erkrankungen häufiger zusammen mit einem Leberzellkarzinom oder einem Gallengangkrebs auf. Zum Teil sind sie eine direkte Folge der Krebserkrankung, andere stehen eher in Verbindung mit einer Leberzirrhose. Das Vorliegen solcher Begleiterkrankungen kann die therapeutischen Möglichkeiten des Leberkrebses beeinflussen.

Pfortaderhochdruck

Beim Pfortaderhochdruck handelt es sich um eine Druckerhöhung in der Pfortader oder in ihren Ästen. Die Ursache dafür ist in der Regel eine Einschränkung der Flussbahn des Blutflusses des Gefäßes. Durch Strömungshindernisse erhöht sich der Widerstand, der dem Blut entgegengebracht wird, und aus diesem Grund steigt der Druck im Gefäß.

Je nachdem, an welcher Stelle der Pfortader der normale Blutfluss behindert ist, werden drei Formen des Pfortaderhochdrucks unterschieden, der prähepatische, der intrahepatische und der posthepatische Block. Beim prähepatischen Block liegt der Ort des Blutstaus vor der Leber. Er steht in der Regel nicht mit einer Leber- oder Gallenerkrankung in Verbindung. Der intrahepatische Block wird durch einen erhöhten Strömungswiderstand im Bereich der Leber verursacht. Eine der häufigen Ursachen dafür ist die Leberzirrhose, da durch den Umbau des Gewebes das Blut in den Gefäßen gestaut wird. Der posthepatische Block ist nur in sehr seltenen Fällen durch einen Tumor bedingt, häufigste Ursache ist eine Rechtsherzinsuffizienz. Beim posthepatischen Block liegt die Ursache hinter der Leber, weshalb es zu einem Rückstau des Blutes in das Pfortadersystem kommt.

Der Pfortaderhochdruck stellt ein Problem dar, wenn eine teilweise Entfernung der Leber aufgrund eines Leberkrebses durchgeführt werden sollte. Tritt diese Begleiterkrankung auf, ist die Operation sehr gefährlich.

Gelbsucht (Ikterus)

Unter einer Gelbsucht, medizinisch Ikterus, versteht man eine unnatürliche Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute bzw. der Bindehaut des Auges. Sie entsteht aufgrund einer Erhöhung der Bilirubinmenge im Körper. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes. Kommt es zu einem erhöhten Anfall von Bilirubin oder einem gestörten Transport, wird es an das umliegende Gewebe abgegeben und färbt dort die Haut oder Schleimhaut.

Bei der Gelbsucht werden, abhängig von ihrer Ursache, drei Formen unterschieden, der prähepatische, der hepatische und der posthepatische Ikterus. Der prähepatische Ikterus hat seine Ursache außerhalb der Leber im Stoffwechselbereich und steht daher nicht in Verbindung mit einem Leberkrebs. Der hepatische Ikterus hingegen tritt häufig in Verbindung mit einer Leberzirrhose auf und ist zudem eins der bekannten Symptome eines Leberzellkarzinoms.

Der posthepatische Ikterus ist immer eine Abflussstörung der Galle, die in der Regel im Bereich des Gallengangsystems aufgrund einer Blockade entsteht. Eine Ursache dafür kann die Entstehung von Gallensteinen oder eine Verwachsung nach einer Operation sein. Kommt es zum Auftreten einer Gelbsucht, die häufig das erste Symptom der Krebserkrankung darstellt, ist der Tumor meist schon weit fortgeschritten.

Lydia Köper

07.10.11

Begleiterkrankungen
Newsletter An-/Abmeldung

Code: LYRL

Schriftzug Anzeige