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Die Begleiterkrankungen von Lungenkrebs

Leah-Anne Thompson/Shutterstock

Ein Lungenkrebs entwickelt sich in der Regel nicht in einer völlig gesunden Lunge. Aus diesem Grund bestehen neben dem Lungenkrebs oftmals weitere Lungenerkrankungen, die einer Behandlung bedürfen. Man spricht in diesem Fall von einer symptomatischen Therapie. Neben diesen speziellen lokalen Begleiterkrankungen ist es oft auch die Krankheit Krebs an sich, die weitere Krankheiten induziert. Diese sind häufig psychischer Natur.

Erkrankungen der Atemwege und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Lungenkrebs wird häufig durch Rauchen verursacht. Und das Rauchen fördert nicht nur die Entstehung von Krebs, sondern beeinträchtigt das gesamte Bronchialsystem und Lungengewebe. Zu den häufigen Erkrankungen, die zusammen mit einem Lungenkrebs auftreten, zählen daher die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem (Lungenüberblähung). Diese Erkrankungen können sich auf die Therapieoptionen des Lungenkrebses auswirken – die Möglichkeit einer Operation kann dadurch verhindert oder aber eine mögliche Strahlentherapie eingeschränkt werden. Bestehen weitere Erkrankungen der Atemwege neben dem Lungenkrebs, bedürfen sie in den meisten Fällen auch einer Behandlung. Sie besteht z. B. aus Atemgymnastik, der Verabreichung sekret- und krampflösender Medikamente und in manchen Fällen auch einer Gabe von Antibiotika.

Neben Erkrankungen der Atemwege sind es oftmals auch Herz-Kreislauf-Krankheiten, unter denen Lungenkrebspatienten, verursacht durch das Rauchen, leiden. Häufig treten Erkrankungen der peripheren Gefäße, der Herzkranzgefäße oder Herzrhythmusstörungen auf. Auch sie müssen zusätzlich zum Lungenkrebs therapiert werden.

Psychische Probleme

Wird ein Lungenkrebs diagnostiziert, so können auch psychische Probleme die Folge sein. Die Diagnose stellt die Welt der Betroffenen schlagartig auf den Kopf und löst Ängste und Unsicherheiten aus. Das eigene Leben ist plötzlich bedroht, denn gerade der Lungenkrebs ist schwer zu therapieren. Auch die Zukunft ist ungewiss, da weder der genaue Verlauf der Erkrankung noch der Therapie vorausgesagt werden kann. Aus diesem Grund ist nach der Diagnose eines Lungenkrebses der richtige Umgang mit dem Krebs genauso wichtig wie seine eigentliche Therapie. Nicht selten geben sich die Betroffenen selbst die Schuld daran, die Krankheit bekommen zu haben – in Wahrheit ist niemand daran schuld, und ein Hadern mit sich selbst hilft auch nicht weiter. Nur wenn die Betroffenen lernen, ihre Krankheit als Schicksalsschlag zu akzeptieren und wieder nach vorne zu schauen, kann die Therapie mit der dringend benötigten Kraft angegangen werden. Gelingt dies nicht, können Depressionen die Folge sein. Auch das Auftreten von Angst- und Belastungsstörungen ist nach einer Krebsdiagnose keine Seltenheit. Unabhängig von der genauen Art des Tumors leidet etwa jeder dritte Krebskranke unter einer psychologischen Begleiterkrankung, bei etwa jedem Vierten besteht diesbezüglich akuter Therapiebedarf. Betroffen sind häufig junge Frauen. Aber auch Eltern, deren Kinder unter 18 Jahre alt sind, haben oft aufgrund der Verantwortung, die sie tragen, große Probleme im Umgang mit der Diagnose Krebs. Studien konnten belegen, dass eine psychische Begleiterkrankung nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt, sondern auch den möglichen Therapieerfolg vermindert. Aus diesem Grund sollten Menschen nach der Diagnose Krebs bei psychischen Problemen unbedingt eine psychoonkologische Begleitung in Anspruch nehmen. Nach einem solchen Schicksalsschlag sind psychische Probleme keine Seltenheit und niemand muss sich deswegen schämen. Mit seinen Problemen alleine dazustehen und sie ohne Hilfe bewältigen zu müssen, ist schwierig – und nicht notwendig.

Lydia Köper

12.08.11

Begleiterkrankungen
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