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Wie Blasenkrebs entsteht

Ältere Dame nach Diagnose

Andresr/Shutterstock

Entstehung von Blasenkrebs

Warum genau ein Blasenkrebs entsteht, ist bisher nicht im Detail bekannt. Es wurde nachgewiesen, dass bestimmte Risikofaktoren die Entstehung begünstigen. Wie bei jeder Krebserkrankung handelt es sich auch beim Blasenkrebs um eine Entartung von Zellen, die aufgrund von Veränderungen des Erbgutes, also Mutationen der DNA bzw. bestimmter Gene, geschieht. Dabei reicht eine einzelne Veränderung nicht aus, sondern der Krebs ist die Summe verschiedener Mutationen. Solche Genveränderungen entstehen des Öfteren bei einer Vermehrung des Erbgutes vor einer Teilung von Zellen, sie werden aber meist von Reparatursystemen erkannt und korrigiert. Gelingt dies nicht, bleiben die Fehler auch in den nachfolgenden Teilungszyklen bestehen und können sich so über die Jahre anhäufen. In der Regel ist es so, dass ein Krebs umso aggressiver ist, je mehr er sich von den normalen Zellen des Gewebes, aus dem er hervorgegangen ist, unterscheidet. Die Aggressivität steht dabei nicht mit der Tumorgröße in Zusammenhang. Ein kleiner Tumor kann z. B. aggressiver sein als ein großer und umgekehrt ein größerer weniger aggressiv als ein kleinerer. Die Wachstumsgeschwindigkeit ist ebenfalls sehr variabel. Da die Krebszellen im Allgemeinen aber nicht von heute auf morgen entarten, nimmt die Entstehung eines Tumors eine gewisse Zeit in Anspruch. Je früher das Stadium, in dem der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Prognosen.

Blasenkrebsformen

Ein Blasenkrebs kann sich aus unterschiedlichen Zelltypen der Blase entwickeln, entsprechend werden verschiedene Formen unterschieden. Die häufigste Form ist das Übergangskarzinom oder Urothelkarzinom, welches sich aus Zellen der Schleimhaut, die die Harnwege innen auskleiden, entwickelt. 90 % der Urothelkarzinome sind in der Blase angesiedelt. Andere Formen des Blasenkrebses sind deutlich seltener. Sie entstehen, wenn der Tumor seinen Ursprung in Zellen der Blasenwand hat. Dazu zählen das Adenokarzinom, welches aus Drüsenzellen hervorgeht, das Sarkom und das Plattenepithelkarzinom.

Wachstumsformen des Blasenkrebses

Ein Blasenkrebs kann weiter eingeteilt werden anhand seiner Wachstumsform. Ein Blasenkrebs kann oberflächlich wachsen und somit auf eine bestimmte Zellschicht – im Falle des Urothelkarzinoms auf die Schleimhaut – begrenzt sein. Entsprechend handelt es sich um einen oberflächlichen Blasenkrebs. Zu dieser Form zählen 75 % der Blasenkarzinome, die bei einer Erstuntersuchung festgestellt werden. Dringen die Krebszellen hingegen in andere, tiefer gelegene Schichten vor, so spricht man von einer Infiltration bzw. einem infiltrierenden Blasenkrebs. Im Falle des Urothelkarzinoms wird zunächst die Muskelschicht betroffen sein, im weiteren Verlauf können sich die Krebszellen auch auf benachbarte Organe wie die Gebärmutter bei der Frau oder die Prostata beim Mann ausbreiten.

Ein oberflächlicher Blasenkrebs kennzeichnet ein recht frühes Stadium. Liegt hingegen eine infiltrierende Form vor, so ist der Krebs bereits fortgeschritten. Entsprechend verhält es sich mit den Prognosen. Wird ein oberflächlicher Blasenkrebs diagnostiziert, so ist die Behandlung vergleichsweise einfach und die Prognose gut. Sind mehrere Schichten betroffen, gestaltet sich die Therapie bereits schwieriger und die Prognosen sind verschlechtert. Sind neben der Blase auch andere Organe befallen, hat der Tumor also Metastasen gebildet, sind die Prognosen bereits deutlich verschlechtert – eine erfolgreiche Therapie gestaltet sich schwierig.

Lydia Köper

29.08.11

Entstehung
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