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Die Heilungschancen einer Blasenkrebs Erkrankung

Die Heilungschancen hängen vom Tumorstadium und der Ausdehnung des Tumors zu Therapiebeginn ab.

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Beim Blasenkrebs spielt die frühzeitige Erkennung der Krankheit für die Beurteilung der Heilungschancen eine entscheidende Rolle. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf eine dauerhafte Heilung. Sichtbares Blut im Urin (Makrohämaturie) ist ein häufiges Symptom des Blasenkrebses. Wer dies bei sich feststellt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Ursache dafür abklären lassen. Es besteht die Möglichkeit, dass eine andere, weniger schwere Erkrankung als ein Blasenkrebs dahintersteckt. Sollte es aber ein Blasenkrebs sein, so kann nur bei einer rechtzeitigen Diagnostizierung und einem frühen Therapiebeginn eine hohe Heilungschance gewahrt bleiben. Aus Angst einen Arztbesuch vor sich her zu schieben kann also fatale Folgen haben.

Die Heilungschancen hängen vom Tumorstadium und der Ausdehnung des Tumors zu Therapiebeginn ab. Ist ein Tumor noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingewachsen, so beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate etwa 80 %. Ist die Muskelschicht betroffen, sinkt sie auf 60 %. Ist der Tumor auch über die Muskelschicht bereits hinausgewachsen, beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate noch 30 % bis 50 %. Sind auch benachbarte Organe betroffen, so sind trotz optimaler Therapie fünf Jahre nach Beginn der Erstbehandlung nur noch 20 % der Patienten am Leben.

Nachsorge

Auch wenn die Heilungschancen bei einer Krebstherapie als hoch einzuschätzen waren, so kann es dennoch zu sogenannten Rezidiven, also Rückfällen, kommen. Es kann nie völlig ausgeschlossen werden, dass trotz einer funktionierenden Therapie nicht doch Krebszellen im Körper verblieben sind, die irgendwann ihr Wachstum wieder aufnehmen. Dies ist einer der Gründe für die Tumornachsorge. Nur bei Patienten, die regelmäßig an diesen Untersuchungen teilnehmen, kann ein Rezidiv frühzeitig erkannt und behandelt werden. Zudem dient die Nachsorge der Erkennung und Behandlung von Folge- und Begleiterkrankungen und als Hilfe bei jeglichen körperlichen, seelischen und sozialen Problemen.

In welchen zeitlichen Abständen die Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt werden sollen, wird vom behandelnden Arzt individuell festgelegt. In der Regel ist es so, dass die Überwachung zunächst relativ engmaschig erfolgt und die zeitlichen Abstände dann immer größer werden. Der Arzt wird sich bei der Bestimmung des Zeitraumes zur jeweils nächsten Nachsorgeuntersuchungen an den letzten Befunden orientieren. Bei den Nachsorgeuntersuchungen werden neben einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dazu zählen eine Blasenspiegelung, Blut- und Harnuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Harnflusskontrollen. Inwieweit weitere Verfahren hinzukommen, hängt vom individuellen Fall ab.

Im Anschluss an einen Klinikaufenthalt zur Blasenkrebstherapie kann eine Rehabilitation erfolgen. Dafür gibt es spezielle Nachsorgekliniken, die sich auf die Rehabilitation von Krebserkrankten spezialisiert haben. Der Antrag auf eine solche Anschlussrehabilitation muss noch während des Klinikaufenthaltes erfolgen. Auch der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe stellt für viele Betroffene eine große Hilfe dar. Von anderen Erkrankten können wertvolle Tipps für ein Leben mit und nach dem Krebs bezogen und andere Betroffene durch die eigenen Erfahrungen unterstützt werden. Der wichtigste Aspekt einer solchen Selbsthilfegruppe ist aber wohl der Kontakt zu anderen Betroffenen, der das Gefühl nimmt, allein vom Schicksal einer schlimmen Krankheit getroffen worden zu sein – denn es gibt andere Menschen in derselben Situation.

Lydia Köper

29.08.11

Heilungschancen
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