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Untersuchungen zur Diagnose von Blasenkrebs

Computertomograph

Li Wa/Shutterstock

Diagnosen/Untersuchungen

Die Diagnostik bei einem Blasenkrebs umfasst verschiedene Bereiche. Zum einen muss bei einem Patienten, der mit unspezifischen Symptomen einen Arzt aufsucht, abgeklärt werden, ob es sich um einen Blasenkrebs oder eine andere Erkrankung der Harnwege handelt. Ist die Diagnose Blasenkrebs gesichert, so sind weitere Untersuchungen erforderlich. Erst wenn bekannt ist, wo genau sich der Tumor befindet, wie groß er ist, aus welchem Zelltyp er entstanden ist und ob er bereits gestreut hat, kann das anzuwendende Therapieverfahren ausgewählt werden.

Die Anamnese

Die Anamnese ist das Patientengespräch. Dabei beschreibt der Patient zunächst seine Beschwerden, die ihn zum Arztbesuch veranlasst haben. Durch konkrete Fragen kann der Arzt bestimmte Erkrankungen ausschließen oder einen Verdacht erhärten. Dazu zählen beispielsweise Fragen nach Risikofaktoren, die die Entstehung eines Blasenkrebses begünstigen. Direkt im Anschluss an die Anamnese erfolgt in der Regel eine Tastuntersuchung (Palpation), bei der der Blasenbereich abgetastet wird und große Tumoren je nach Lage bereits aufgespürt werden können. Vom Arzt werden bei einem Verdacht auf Blasenkrebs weitere Untersuchungen veranlasst.

Die Ultraschalluntersuchung

Als erste Untersuchung erfolgt in der Regel eine Ultraschalluntersuchung, die Sonografie. Dabei können sowohl vergrößerte Lymphknoten entdeckt als auch Tumore selbst dargestellt werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn eine bestimmte Größe bereits überschritten wurde. Eine solche Untersuchung ist risikolos und schmerzfrei – und kann kostengünstig und schnell durchgeführt werden.

Die Blasenspiegelung

Die Blasenspiegelung wird mit dem medizinischen Fachbegriff Zystoskopie bezeichnet. Sie ist die wichtigste Untersuchungsmethode bei der Diagnostizierung eines Blasenkrebses. Bei diesem Verfahren wird ein Endoskop, ein dünner, biegsamer Schlauch mit einer Kamera, unter örtlicher Betäubung in die Blase eingeführt. So kann die Blasenschleimhaut von innen genau betrachtet und auf Veränderungen analysiert werden. Sind Auffälligkeiten vorhanden, können umgehend Gewebeproben entnommen werden (Biopsie). Diese können dann mikroskopisch auf das Vorhandensein von Krebszellen untersucht werden. Können diese nachgewiesen werden, gilt die Diagnose Blasenkrebs als gesichert.

Die Urinuntersuchung

Auch bei einer Urinuntersuchung können unter Umständen direkt Krebszellen nachgewiesen werden, so zum Beispiel bei einem infiltrierenden Blasenkrebs. Ist die Urinuntersuchung ohne Befund, schließt dies einen Blasenkrebs jedoch nicht aus. Es ist einem solchen Fall aber anzunehmen, dass zumindest keine infiltrierende und damit aggressive Form der Krebserkrankung vorliegt.

Computertomografie oder Magnetresonanztomografie

Mithilfe einer Computertomografie (CT) können Größe und Lokalisation eines Tumors genau bestimmt werden. Zudem bietet dieses Verfahren die Möglichkeit, bereits kleine Tumoren darzustellen. Anwendung findet die CT häufig bei der Planung einer operativen Tumorentfernung. Die Untersuchung ist schmerzfrei, da es sich bei der CT um eine spezielle Form der Röntgenuntersuchung handelt.

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ähnlich wie die CT in der Lage, die genaue Lage und Größe des Tumors darzustellen. Sie bietet den Vorteil, ohne Röntgenstrahlen auszukommen, indem ein Magnetfeld eingesetzt wird. Nachteil ist jedoch, dass der Patient zur Untersuchung in eine Röhre geschoben wird, was Platzangst auslösen kann. Auch bei Menschen mit Herzschrittmachern oder Metallimplantaten sollte die MRT nur in Einzelfällen durchgeführt werden. Die Untersuchung an sich ist ebenfalls schmerzfrei.

Ist der diagnostizierte Blasenkrebs oberflächlich, ist das Risiko einer Bildung von Metastasen extrem gering. Handelt es sich um einen infiltrierenden Tumor, so muss zudem auf Metastasen untersucht werden.

Lydia Köper

29.08.11

Untersuchungen
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