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Blutstammzellen sollen Krebsmedikamente transportieren

T.W./Shutterstock

Blutstammzellen, sog. hämatopoetische Vorläuferzellen, haben die Fähigkeit, Glioblastomzellen in den Gehirnen von Mäusen aufzuspüren. Wie die Universität Zürich mitteilt, wollen Forscher diese Stammzellen mit Therapeutika gegen die Tumorzellen beladen. Die Stammzellen könnten die Krebsmedikamente dann wie ein Trojanisches Pferd direkt zu den Tumorzellen transportieren. Dabei machten sich die Forscher die Erkenntnis zunutze, dass Masern-Impfviren zielgerichtet bösartige Zellen befallen. Sie vermehren sich in Tumorzellen völlig ungehindert und lösen dadurch das entartete Gewebe auf (Onkolyse). Die neu gebildeten Nachkommenviren infizieren weitere Tumorzellen. Allerdings haben viele Patienten durch eine Masernimpfung in der Kindheit bereits Antikörper gebildet, die die Wirkung der Masern-Impfviren einschränken. Forscher aus Tübingen und Zürich wollen nun Masern-Impfviren mittels Blutstammzellen wie Soldaten im Innern des Trojanischen Pferdes zu den Tumorzellen schleusen. Die Masern-Impfviren bleiben auf diese Weise vom Immunsystem unentdeckt. Die Forscher wollen diese zellbasierte onkolytische Therapie allerdings zunächst im Mausmodell etablieren.

Quelle: Befund Krebs 1/2012

02.05.12

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