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Was ist Brustkrebs?

Das Thema Brustkrebs betrifft überwiegend Frauen

MaleWitch/Shutterstock

Was ist Brustkrebs

Unter der Bezeichnung Brustkrebs versteht sich ein bösartiger (maligner) Tumor der Brust, der überwiegend Frauen betrifft. Häufig wird für diese Erkrankung in medizinischen Kreisen der Begriff Mammakarzinom verwendet. Wie alle bösartigen Tumoren ist auch der Brustkrebs dadurch gekennzeichnet, dass er in weitere Gewebe streut und sich so ausbreitet. Man spricht in einem solchen Fall von einer Metastasierung. Sie ist kennzeichnend für ein fortgeschrittenes Stadium der Krebserkrankung. Tritt eine Metastasierung auf, ist eine Therapie schwierig und die Heilungschancen sind stark reduziert. Beim Brustkrebs sind es insbesondere Knochen, Leber, Lunge und Gehirn, die von den Metastasen befallen werden. Wie bei jeder Krebserkrankung ist daher auch beim Brustkrebs für eine erfolgreiche Therapie eine frühzeitige Erkennung der Krankheit notwendig. Wird die Erkrankung erkannt, bevor sie sich im Körper ausbreitet, sind die Chancen gut.

Der Aufbau der Brust

Aussehen, Größe und Beschaffenheit der Brust variieren stark von Frau zu Frau, der grundlegende Aufbau ist jedoch einheitlich. Die Brust besteht aus Brustgewebe, der Brustwarze und den Milchdrüsen. Ihre Aufgabe ist es, nach einer Geburt Milch für die Ernährung des Kindes zu produzieren.

Das eigentliche Brustgewebe besteht überwiegend aus Fett-, Binde- und Brustdrüsengewebe. Um Milch produzieren zu können und diese über die Brustwarze nach außen zu leiten, besteht das Drüsengewebe aus vielen traubenförmigen Drüsen, die jeweils von Fettgewebe umgeben sind. Mehrere Drüsen haben jeweils einen gemeinsamen Milchgang, über den die produzierte Milch zur Brustwarze transportiert wird. Auch die Milchgänge sind von Fettgewebe umgeben. Form- und größenbestimmend ist bei der Brust der Anteil des Fettgewebes, der stark variieren kann. Die Brust selbst liegt auf dem großen Brustmuskel (M. pectoralis major).

Knoten in der Brust

Die Brust einer Frau unterliegt ständigen Veränderungen. Sie wird von zahlreichen Blutgefäßen durchzogen, die Nährstoffe und Hormone transportieren. So sind die Gefäße, beispielsweise während der Schwangerschaft und zu bestimmten Zeiten des monatlichen Zyklus, stärker gefüllt. Induziert wird dies durch die Hormone Östrogen und Gestagen, die zudem auch die Brustdrüsen anschwellen lassen und zu einer vermehrten Wassereinlagerung ins Gewebe führen. Tritt keine Schwangerschaft ein, bildet sich die Brust in ihren Ausgangszustand zurück. Der Körper passt sich somit also an eine möglicherweise bevorstehende Schwangerschaft und damit auch an eine bevorstehende Milchproduktion an. Diese dauernden Anpassungsvorgänge können allerdings dazu führen, dass sich Knoten in der Brust bilden. Sie sind i. d. R. gutartig und bestehen aus Bindegewebe sowie kleinen Zysten. Man spricht in einem solchen Fall von fibrozystischen Brustveränderungen oder einer fibrozystischen Mastopathie.

Knoten müssen jedoch nicht immer gutartig sein. Verspürt eine Frau einen Knoten in ihrer Brust, so kann es sich dabei auch um einen bösartigen Tumor, also Brustkrebs, handeln. Es ist daher unerlässlich, ärztlich abklären zu lassen, ob ein Knoten gut- oder bösartig ist. Erfahrene Ärzte können bereits beim Abtasten eine fibrozystische Brustveränderung erkennen, da sie sich anders anfühlt als ein Tumor und zudem Veränderungen durch den weiblichen Zyklus unterliegt.

Lymphgefäße der Brust

Die Brust wird von Lymphgefäßen durchzogen. Diese Lymphgefäße münden entweder im Lymphknoten unter der Achselhöhle oder zwischen den Brüsten. Sie dienen als Teil des Immunsystems der Abwehr des Körpers von eindringenden Krankheitserreger und auch körpereigenen Schädigungen. Dazu zählt unter anderem die Entartung von Zellen – also die Entstehung von Krebszellen.

Lydia Köper

27.06.11

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