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Begleiterkrankungen von Brustkrebs

Eine häufige Begleiterscheinung von Brustkrebs ist das Lymphödem

Karen Struthers/Shutterstock

Eine Krebserkrankung wird von den meisten Menschen mit dem Tumor selbst und eventuell auftretenden Metastasen in Verbindung gebracht, so auch der Brustkrebs. Auch beim Brustkrebs können jedoch neben der eigentlichen Krebserkrankung weitere Krankheiten auftreten, die mit dem Krebs in Zusammenhang stehen. Man spricht dann von sog. Begleiterkrankungen.

Lymphödem

Wird Brustkrebs operativ therapiert, werden neben dem Tumor in der Brust häufig auch die Lymphknoten der Achselhöhle entfernt. Dadurch ist das Lymphsystem in seiner Funktion der lokalen Gewebsentwässerung gestört. So kann es bereits kurz nach der Operation zu einem Rückstau von Gewebsflüssigkeit kommen, insbesondere im Bereich der Arme. Es entsteht in der Folge ein sog. Lymphödem. In den meisten Fällen verschwindet es von alleine wieder, da der Körper neue Abflusswege für die Gewebsflüssigkeit aufbaut. Bei etwa 10 % verbleibt das Ödem jedoch langfristig. Bleibt das Ödem länger als drei Monate bestehen, ist eine Therapie erforderlich. Sie besteht in der Regel aus einer Kombination aus manueller Lymphdrainage und Kompressionstherapie.

Depressionen

Die Diagnose einer Krebserkrankung bringt vielerlei Belastungen mit sich. Neben den körperlichen Belastungen durch die Krankheit an sich und die Therapie kann es auch zu seelischen und familiären Problemen kommen. Häufig fühlen sich die Betroffenen hilf- und hoffnungslos, haben Schuldgefühle und sind niedergeschlagen. Wird den Betroffenen keine Hilfe im Umgang mit ihren Sorgen zuteil, können Einschränkungen in der Krankheitsbewältigung und der Lebensqualität auftreten und zu einer depressiven Erkrankung führen. Die Krankheit trifft fast alle Betroffenen sehr plötzlich und oftmals auch völlig unerwartet. Durch die Diagnose werden Lebensziele, Inhalte und Werte infrage gestellt, die Sorge um das weitere Leben ist ein ständiger Begleiter der Therapie. Viele Frauen sehen die Erkrankung auch als Beschädigung ihrer Weiblichkeit. Betroffene sollten daher nicht zögern, sich auch auf psychologischer Ebene Hilfe zu suchen.

Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Müdigkeit und Abgeschlagenheit zählen zu den häufigsten Begleiterkrankungen bei Krebsleiden, etwa die Hälfte aller Krebspatienten ist davon betroffen. Man spricht auch von einer sog. Fatigue. Sie kann sowohl durch die Krebserkrankung selbst als auch durch die verschiedenen Therapieformen wie eine Chemo- oder Strahlentherapie ausgelöst werden.

Auftreten können zwei Formen der Fatigue, eine physische bzw. kognitive und eine mentale bzw. emotionale Form. Die emotionale Müdigkeit ähnelt oft einer Depression, die Betroffenen fühlen sich antriebslos, ziehen sich zurück und sind traurig und hoffnungslos. Bei einer physischen Fatigue überwiegt nicht die psychische, sondern die körperliche Abgeschlagenheit. Im Unterschied zu einer normalen Müdigkeit, wie sie abends oder nach besonders anstrengenden Tätigkeiten entsteht, kann die physische Fatigue nicht durch Schlaf überwunden werden. Die Betroffen haben ein vermehrtes Schlaf- und Erholungsbedürfnis, im Gegenzug klagen sie über eine verminderte Leistungsfähigkeit. Es wird oft ein Gefühl der Schwere beschrieben sowie eine Müdigkeit, die auch tagsüber vorherrscht. Zu den weiteren Anzeichen gehören Konzentrationsstörungen, Ablenkbarkeit und Gedächtnisstörungen (kognitive Fatigue). Die Betroffenen klagen häufig über Schlaflosigkeit und kreisende Gedanken.

Am stärksten betroffen von einer Fatigue sind in der Regel ältere Menschen. Ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium und die Anwendung kombinierter Strahlen- und Chemotherapien erhöhen außerdem das Risiko für eine Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Die Fatigue kann bis zu drei Monate über die Bestrahlung hinaus andauern und lässt somit oftmals nicht sofort nach Ende der Therapie wieder nach.

Lydia Köper

01.07.11

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