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Die Heilungschancen bei einem Brustkrebs

Die Heilungschancen von Brustkrebs hängen von verschiedenen faktoren ab

Amy Walters/Shutterstock

Die Heilungschancen bei einem Brustkrebs lassen sich nicht verallgemeinern. Sie hängen von verschiedenen Faktoren ab und variieren so wie die individuelle Prognose jedes einzelnen Patienten. Beim Brustkrebs sind diese Faktoren:

  • das Krebsstadium
  • die Art des Tumors
  • der Hormonrezeptorstatus des Tumors
  • das Alter der Patientin
  • die allgemeine gesundheitliche Verfassung der Patientin
  • der Hormonstatus der Patientin

Generell lässt sich festhalten, dass für die Heilungschancen beim Brustkrebs ein Kriterium entscheidend ist, genau wie bei allen anderen Krebserkrankungen auch: Die frühzeitige Diagnostizierung der Krankheit. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Dabei ist vor allem das Krebsstadium entscheidend, da frühe Stadien noch nicht gestreut haben, während späte Stadien bereits Metastasen gebildet haben.

Allgemeine Prognose

Die Prognosen bei Krebserkrankungen werden meist in Form von 5-Jahres-Überlebensraten angegeben, da erst nach dieser Zeit das Risiko eines Rückfalls deutlich sinkt. Beim Brustkrebs liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei 83 % bis 87 %. Für Patientinnen, bei denen der Brustkrebs frühzeitig erkannt wurde, ist die Rate mit mehr als 90 % noch einmal erhöht.

Befall von Lymphknoten

Der erste Schritt einer Ausbreitung von Krebszellen im Körper ist der Befall von Lymphknoten. Beim Brustkrebs ist in der Regel der Lymphknoten unter den Achseln als erstes betroffen, der Befall weiterer Lymphknoten kann folgen. Für die Prognose gilt, dass sie umso schlechter ist, je mehr Lymphknoten von Krebszellen befallen sind. Sind die Lymphknoten unter den Achseln frei von Krebszellen, so ist die Heilungschance hoch.

Rezidive

Tritt ein Tumor nach erfolgreicher Behandlung erneut am gleichen Ort wie bei der Ersterkrankung auf, so spricht man von einem Rezidiv. In den ersten zehn Jahren nach einer erfolgreichen Brustkrebstherapie sind 5 % bis 10 % der Patientinnen von einem solchen Rezidiv betroffen. In 50 % bis 70 % der Fälle kann ein operativer Eingriff durchgeführt werden um den Tumor zu entfernen, in den restlichen Fällen ist dies nicht ausreichend. Treten Rezidive bereits sehr früh nach Abschluss der ersten Therapie auf, so sind sie besonders aggressiv und neigen zur verstärkten und verfrühten Bildung von Metastasen. In einem solchen Stadium ist eine alleinige Operation keine Therapieoption mehr.

Risiko für die zweite Brust

Viele Frauen, die an einem Brustkrebs erkrankt sind, gehen davon aus, auch für die zweite Brust ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufzuweisen. In einer Studie wurden allerdings nur bei 5 % der an Brustkrebs erkrankten Frauen Krebszellen auch in der anderen Brust nachgewiesen. Mehrere Faktoren steigern allerdings das Risiko, auch auf der gegenüberliegenden (kontralateralen) Seite an Brustkrebs zu erkranken. Dazu zählen eine besonders aggressive Form des Brustkrebses und das Vorkommen mehrerer Tumore bei der Ersterkrankung.

Heilungschancen bei Männern

Bei einer Brustkrebserkrankung von Männern wäre eigentlich nicht zu erwarten, dass sich unterschiedliche Überlebensraten im Vergleich zur Frau ergeben. Tatsächlich sind diese allerdings niedriger. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Männer meist in höherem Alter erkranken und die Tumoren beim Zeitpunkt der Diagnose in ihrem Stadium schon weit fortgeschritten sind.

Lydia Köper

01.07.11

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