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Wozu dient eine CT?

Die Abkürzung CT steht für Computertomografie.

Li Wa/Shutterstock

Die Abkürzung CT steht für Computertomografie und bezeichnet ein bildgebendes Verfahren in der Radiologie. In der Humanmedizin wird die CT häufig und bei verschiedenen Indikationen eingesetzt. Grund dafür ist die Art der Darstellung, die durch das Verfahren ermöglicht wird. Der Begriff Tomografie leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Schnittbild. Und genau dies geschieht bei einer Computertomografie, es werden Schnittbilder erstellt, wodurch der Körper Schicht für Schicht untersucht werden kann. Die Technik ermöglicht also einen Blick in das Innere des Körpers, ohne ihn verletzen oder aufschneiden zu müssen.

Anwendungen der CT

Die CT wird häufig zur Untersuchung schwer verletzter Unfallopfer eingesetzt. Auch Kopfverletzungen lassen sich mit dieser Methode in der Regel gut darstellen, ebenso Knochenbrüche, innere Verletzungen und Organveränderungen. Eine große Rolle spielt die CT in der Diagnostik von Krebserkrankungen, da Tumoren mit dem Verfahren dargestellt werden können. Es wird häufig eingesetzt, um Größe und Ausdehnung eines Tumors zu bestimmen. Auch Metastasen können im CT entdeckt werden, sodass die Methode eingesetzt werden kann, um festzustellen, ob ein bösartiger Tumor bereits Absiedlungen in andere Organe gebildet hat.

Wie funktioniert die CT?

Die CT basiert auf der Röntgentechnik. Im Unterschied zu einem herkömmlichen Röntgengerät wird bei der CT eine Röntgenröhre eingesetzt, die einen fächer- oder kegelförmigen Röntgenstrahl aussendet und dabei um die Längsachse des Patienten rotiert. So durchdringen die Röntgenstrahlen von allen Seiten den Körper des Patienten. Die Strahlen, die den Körper durchdringen konnten, werden von Detektoren auf der gegenüberliegenden Seite registriert, elektronisch aufgearbeitet und an einen Computer übermittelt. Der Computer berechnet die Differenz der Intensität des Strahls zwischen seiner Aussendung und seiner Ankunft am Detektor. Die Schwächung des Strahls erfolgt entsprechend der Dichte des durchstrahlten Gewebes. Sie wird in verschiedene Grautöne umgesetzt und als Bild auf dem Bildschirm dargestellt. Je stärker die Strahlung abgeschwächt wird, desto heller erscheint das entsprechende Gewebe auf dem Monitor. Dunkel dargestelltes Gewebe bewirkt somit eine geringe Abschwächung des Röntgenstrahls. Ein Bild zeigt jeweils einen Schnitt des Körpers von ein bis fünf Millimeter Dicke.

Darstellung durch den Computer

Der Computer ermöglicht es, dass zur Auswertung einer CT nicht unendlich viele Schnittbilder betrachtet werden müssen. Durch Rechenleistung können die Bildpunkte aus verschiedenen Querschnittbildern aneinandergereiht werden. So können aus den Schnittbildern auch Bilder der Längs- und Schrägschichten oder dreidimensionale Bilder des Körperinneren generiert werden.

Ablauf einer CT

Eine CT nimmt heute meist nicht viel Zeit in Anspruch. Eine Routineuntersuchung kann in drei bis zehn Minuten durchgeführt werden. Bevor eine CT durchgeführt wird, ist eine Blutanalyse des Patienten erforderlich, bei der der Kreatinin- und der TSH-Wert bestimmt werden. Sie dienen der Absicherung vor Gabe eines Kontrastmittels, welches eingesetzt werden kann. Da die Mittel über die Niere ausgeschieden werden, wird über den Kreatinin-Wert die Nierenfunktion überprüft. Weil die meisten Kontrastmittel jodhaltig sind, können sie in der Regel dann komplikationslos angewendet werden, wenn kein Jodmangel beim Patienten besteht. Dies wird mit der Bestimmung des TSH-Wertes überprüft.

Die Injektion des Kontrastmittels bei der CT erfolgt meist intravenös mit einer Pumpe. Bei Untersuchungen im Bauchraum können zudem Kontrastmittel als Flüssigkeit zum Trinken verabreicht werden, die sich dann im Magen-Darm-Trakt anreichern. Bei Analysen des Darms kann ein Einlauf mit Kontrastmitteln erfolgen. Vor der eigentlichen Durchführung der CT sollte der Patient den zu untersuchenden Bereich weitgehend entkleiden, auch wenn Röntgenstrahlung Kleidung durchdringen kann. Metallene Gegenstände müssen entfernt werden, da diese zu Artefakten führen können. Metall absorbiert die Röntgenstrahlung, wodurch die Darstellung der hinter dem Metall liegenden Gewebe gestört werden kann. Zur eigentlichen Untersuchung legt sich der Patient auf einen höhenverstellbaren Untersuchungstisch.

Lydia Köper

16.02.12

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