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Chancen und Risiken einer CT

Im Bereich der Krebserkrankungen ist die Methode der CT nicht mehr wegzudenken.

Mikhail Malyshev/Shutterstock

Die CT ist ein modernes Verfahren, welches in der Diagnostik eine breite Anwendung findet. Der Einsatz ist jedoch nicht vollkommen risikolos. Dies betrifft zum einen das Verfahren an sich, zum anderen die Verabreichung von Kontrastmitteln, die in den meisten Fällen erforderlich ist.

Chancen der CT

Die CT ist ein bildgebendes Verfahren, dass es ermöglicht, ohne Verletzung und Aufschneiden in den menschlichen Körper zu blicken. Die sich daraus ergebenden Chancen sind in der Regel entsprechend groß. So können bei Unfallopfern in kurzer Zeit verschiedene Verletzungen detektiert werden. Auch Schädelverletzungen, bei denen es unter Umständen auf jede Minute ankommt, können so schnell ausgemacht werden. Im Bereich der Krebserkrankungen ist die Methode der CT nicht mehr wegzudenken, da mittels CT die genaue Lage und Ausdehnung von Tumoren bestimmt werden kann, die für die Therapieplanung von großer Wichtigkeit ist und daher in der Phase der Diagnostik eingesetzt werden sollte. Auch Metastasen können im CT aufgespürt werden.

Zu den Chancen, die eine CT bietet, gibt es meist wenig Alternativen. Ein herkömmliches Röntgenbild ermöglicht keine dreidimensionale Darstellung und ist daher für verschiedene Fragestellungen nicht geeignet. Ähnlich verhält es sich mit der Methode der Ultraschalluntersuchung, der Sonografie. Damit lassen sich bestimmte Fragestellungen, unter anderem in der Krebsdiagnostik, abklären, eine CT kann dadurch aber in der Regel nicht ersetzt werden.

Als Alternative angesehen werden kann die MRT. In der Darstellung bestimmter Strukturen und Gewebe ist mal die MRT überlegen und damit die Methode der Wahl, mal ist es die CT. Neben der darzustellenden Struktur und Körperregion sind es weitere Faktoren, die den Arzt die eine oder andere Methode vorziehen lassen. So kann eine MRT in Einzelfällen und unter besonderer Vorsicht eingesetzt werden, wenn der Patient Metallimplantate oder einen Herzschrittmacher trägt. Auch bei intensivmedizinisch überwachungspflichtigen Patienten und Menschen mit Klaustrophobie ist in der Regel die CT die einzusetzende Methode. Ein weiterer Vorteil der CT ist die kürzere Untersuchungsdauer und damit das geringere Auftreten von Unschärfe durch Organbewegungen wie z. B. Atmungsverwischungen.

Risiken einer CT

Neben den Chancen, die eine CT bietet, birgt sie auch Risiken für den Patienten. Dies betrifft zum einen den Einsatz des Kontrastmittels, welches in der Regel erforderlich ist. In einzelnen Fällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich durch verschiedene Symptome wie Niesreiz, Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit äußern können. Solche Überempfindlichkeitsreaktionen sind aber in der Regel medikamentös gut zu kontrollieren, sollten sie auftreten. Tritt Kontrastmittel am Zugang zur Vene in das umliegende Gewebe aus, so kann dies zu Schmerzen und einem Brennen führen. Bei der intravenösen Verabreichung des Kontrastmittels kann es zudem zu einem Wärmeempfinden kommen, welches meist schnell wieder verschwindet.

Die CT an sich ist schmerzfrei. Durch die Untersuchung setzt sich der Patient aber einem Risikofaktor aus, der nicht unterschätzt werden sollte – der Röntgenstrahlung. Schwangere dürfen sich, genau wie einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung, auch keiner CT unterziehen. Die Belastung durch eine CT ist noch einmal deutlich höher als die einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Während bei der Erstellung eines einfachen Röntgenbildes der Körper mit etwa 0,3 Millisievert belastet wird, sind es bei einer CT, abhängig von der genauen Untersuchung, 3 bis 10 Millisievert. Die Gefährdung durch Strahlung dieser Werte wird in der Regel als nicht besorgniserregend angesehen. Zum Vergleich beträgt die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland auf Meereshöhe etwa 2,5 Millisievert pro Jahr. Zu akuten Folgen kommt es bei den eingesetzten Dosen in der Regel nicht, diese treten meist erst ab Dosen von 200 Millisievert auf. Es ist bekannt, dass Röntgenstrahlen Erbgutschäden hervorrufen können, die wiederum zur Entstehung von Krebserkrankungen führen können. Statistische Erhebungen zeigen ab Dosen von 200 Millisievert eine Erhöhung der Anzahl von Krebserkrankungen. Ob kleinere Dosen einen schädlichen Einfluss haben, konnte wissenschaftlich bisher nicht abschließend geklärt werden.

Lydia Köper

16.02.12

Chancen und Risiken
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