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Welche Erkenntnisse bringt eine CT?

Bei einer CT werden Organe überlagerungsfrei dargestellt.

olly/Shutterstock

Welche Untersuchungsmethode bei welcher Krankheit und in welcher Körperregion zum Einsatz kommt, wird in der Regel vom Arzt entschieden. Verfahren wie die CT können bei der Darstellung bestimmter Bereiche und Gewebe anderen Methoden überlegen oder auch unterlegen sein.

Vorteile der CT gegenüber der Röntgenaufnahme

Ein Vorteil, den die CT gegenüber einer herkömmlichen Röntgenaufnahme bietet, ist die überlagerungsfreie Darstellung von Organen. Mit einer Röntgenaufnahme ist eine zweidimensionale Abbildung möglich, während über Berechnungen der Daten aus den Schnittbildern der CT dreidimensionale Bilder erstellt werden können. Ein weiterer Unterschied ist, dass bei Röntgengeräten eine unterschiedliche Stromspannung angelegt wird, je nachdem, ob Knochen oder Weichteile dargestellt werden sollen. Über die Stromspannung wird entsprechend der Kontrast des später entstehenden Bildes eingestellt. Bei der CT entfällt dies, sodass in einer Aufnahme sowohl Knochen als auch Weichteile in der Regel mit gutem Kontrast dargestellt werden können.

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme sind mit der CT meist genauere und umfassendere Darstellungen eines Organs oder auch verschiedener Gewebe einer bestimmten Region des Körpers möglich. Da eine CT vergleichsweise aufwendig und teuer ist und zudem eine starke Strahlenbelastung bedingt, wird sie in der Regel dann eingesetzt, wenn ein herkömmliches Röntgenbild zur Diagnose nicht ausreichend ist.

Vor- und Nachteile einer CT gegenüber der MRT

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein weiteres Verfahren, mit dem Schnittbilder des menschlichen Körpers erstellt werden können. Die MRT basiert auf der Erzeugung eines Magnetfeldes und nicht auf dem Einsatz von Röntgenstrahlung. Die MRT hat sich gegenüber der CT in der Weichteildiagnostik meist als überlegen dargestellt. Nervengewebe, Knorpel und Bänder können zwar mit einer CT dargestellt werden, die Ergebnisse sind aber meist qualitativ schlechter als die, die mit einer MRT erzielt werden können. Die CT hingegen ermöglicht in der Regel eine bessere Abbildung der Knochen und anderer Gewebe, die wenig Wasser enthalten. Ein weiterer Vorteil der CT ist meist die kürzere Untersuchungsdauer, weshalb sie beispielsweise bei Unfallopfern oder einem Verdacht auf Schädelverletzungen eingesetzt wird, bei denen Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Auch bei der Darstellung sich bewegender Organe ist die CT aufgrund ihrer Geschwindigkeit überlegen, die die Darstellungen weniger störanfällig macht. Bei bestimmten Patientengruppen, z. B. Patienten mit Herzschrittmachern oder Metallimplantaten, ist in der Regel eine CT die Methode der Wahl, da bei ihnen eine MRT nur in Einzelfällen eingesetzt werden kann.

Einsatzmöglichkeiten der CT

Für die CT bestehen verschiedene Einsatzmöglichkeiten, sowohl hinsichtlich der zu untersuchenden Körperregion als auch hinsichtlich des bestehenden Krankheitsverdachts. In einer Körperregion können viele verschiedene Erkrankungen durch die CT diagnostiziert werden, weil die Methode in der Regel eine qualitativ hochwertige Darstellung verschiedener Gewebe ermöglicht. Eine der häufigen Anwendungen ist die Schädel-CT. Die diagnostizierbaren Erkrankungen in diesem Bereich sind vielfältig, dazu zählen beispielsweise Blutungen, Erweiterungen von Blutgefäßen, Gehirntumoren, Gehirnödeme (Wasseransammlungen), degenerative Veränderungen, Schlaganfälle oder ein Schädelbruch.

Die Ganzkörper-CT kommt vorwiegend bei einer Suche nach Tumoren oder Tumorabsiedlungen (Metastasen) zum Einsatz. Aber auch Abszesse und Zysten sowie Veränderungen der verschiedenen inneren Organe können dargestellt werden. Nach erfolgter Krebsdiagnose kann die Ganzkörper-CT zur Verlaufskontrolle der Krankheit eingesetzt werden.

Eine Skelett-CT wird in der Diagnostik von Bandscheibenvorfällen, bei Osteoporose und anderen degenerativen Veränderungen sowie bei Frakturen (Knochenbrüchen) angewendet. Eine Herz-CT ermöglicht die dreidimensionale Darstellung des Herzens und der Herzkranzgefäße. So können Veränderungen detektiert werden, die z. B. im Fall von Verkalkungen und Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen eine Arteriosklerose anzeigen. Die Darm-CT spielt eine große Rolle bei der Diagnose von Darmkrebs. Ähnlich wie die Darmspiegelung (Koloskopie) ermöglicht die CT eine Darstellung von Polypen und Tumoren. Da Veränderungen mit dieser Methode frühzeitig entdeckt werden können, ist die Darm-CT ein entscheidendes Verfahren zur Früherkennung von Darmkrebs.

Lydia Köper

16.02.12

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