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Untersuchungen zur Diagnose von Darmkrebs

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Bestehen Beschwerden, die auf einen Darmkrebs hindeuten können, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Nur so kann die genaue Ursache der Symptome abgeklärt und entsprechend behandelt werden. Der Arzt wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten führen, die so genannte Anamnese. Dabei schildert der Patient seine Symptome und der Arzt kann durch gezielte Fragen bestimmte Erkrankungen ausschließen oder einen Verdacht weiter erhärten. Bei Beschwerden im Bereich des Mastdarms erfolgt neben einer gründlichen allgemeinen körperlichen Untersuchung auch eine digital-rektale Tastuntersuchung. Dabei wird der Mastdarm mit den Fingern ausgetastet. Durch eine solche Untersuchung werden etwa die Hälfte aller Mastdarmtumoren entdeckt.

Test auf Blut im Stuhl

Ein weiterer Standard bei Beschwerden des Darms ist ein Test auf Blut im Stuhl, der bereits geringe Blutmengen, die per Auge nicht zu erfassen sind, nachweist. Vor einem solchen Test ist Vorsicht bei der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel geboten, da diese das Testergebnis verfälschen können. Ist das Ergebnis positiv, so muss immer eine Dickdarmspiegelung folgen, um den Grund für die Blutung herauszufinden. Ein positives Ergebnis bei einem Test auf Blut im Stuhl ist aber keinesfalls gleichzusetzen mit einem positiven Darmkrebsbefund – auch gutartige Darmpolypen, Hämorrhoiden und harmlose Verletzungen der Afterschleimhaut können Ursache einer Blutung sein.

Darmspiegelung

Bei einer Darmspiegelung wird der Darm endoskopisch untersucht. Es wird ein dünner, biegsamer Schlauch mit einer Kamera in den Darm eingeführt, wodurch sich die komplette Darmschleimhaut betrachten und auf Veränderungen oder Verletzungen hin untersuchen lässt. Voraussetzung für eine Darmspiegelung ist eine vorangegangene vollständige Entleerung des Darms. Dazu kann entweder ein Abführmittel oder eine Spüllösung eingesetzt werden, die entweder am Vortag oder am Tag der Untersuchung eingenommen werden.

Werden während einer Darmspiegelung Polypen entdeckt, die die Vorstufe eines Darmkrebses sein können, werden diese mit einer Schlinge umgehend entfernt. Wird Gewebe entdeckt, bei dem es sich um einen bösartigen Tumor handeln könnte, werden Proben entnommen. Man spricht von einer Biopsie. Diese werden dann im Labor feingeweblich unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von Krebszellen untersucht. Erst nach dieser Analyse kann eine endgültige Diagnose gestellt werden. Befinden sich Krebszellen in der entnommenen Gewebeprobe, handelt es sich um Darmkrebs.

Folgeuntersuchungen

Wurde Darmkrebs diagnostiziert, schließen sich weitere Untersuchungen an. Nur so kann festgestellt werden, wie weit der Krebs sich bereits ausgebreitet hat und ob benachbarte Gewebe und weitere Organe bereits befallen sind. Dazu können verschiedene Verfahren eingesetzt werden, so zum Beispiel die Sonografie (Ultraschalluntersuchung), die Computertomografie (CT) oder die Magnetresonanztomografie (MRT).

Die Ultraschalluntersuchung dient der Analyse des Befalls weiterer Organe, wobei die Untersuchung der Leber einen Schwerpunkt darstellt. Die Magnetresonanztomografie hat sich zur Methode der Wahl entwickelt, wenn es um die Bestimmung der Ausdehnung des Tumors, insbesondere vor einer operativen Entfernung, geht.

Auch eine Bestimmung von sogenannten Tumormarkern spielt heute eine wichtige Rolle. Dabei werden Substanzen nachgewiesen, die von Krebszellen verstärkt gebildet werden. Für eine Diagnostik sind sie in der Regel zu unspezifisch, da durch sie weder sicher ein Darmkrebs diagnostiziert noch ausgeschlossen werden kann. Insbesondere bei der Kontrolle des Krankheitsverlaufs nach einer Operation haben sie sich aber bewährt.

Lydia Köper

12.08.11

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