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Die Heilungschancen bei einer Darmkrebs Erkrankung

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Die Heilungschancen beim Darmkrebs hängen im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Dies sind das Ausmaß des Tumors innerhalb der Darmwand und das Vorliegen von Metastasen im Lymphknoten. Damit unterscheiden sich die Prognosen beim Darmkrebs nicht wesentlich von denen anderer Krebsarten. Wird der Krebs in einem frühzeitigen Stadium entdeckt und behandelt, sind die Heilungschancen im Allgemeinen gut. Ist der Krebs hingegen schon fortgeschritten, nehmen die Heilungschancen rapide ab. Oftmals besteht dann nur noch die Möglichkeit einer palliativen Therapie, die eine Linderung der Beschwerden z. B. durch eine Einschränkung des Tumorwachstums zum Ziel hat. Ab einem gewissen Stadium ist eine Heilung nicht mehr möglich.

Heilungschancen im frühen Krebsstadium

Studien haben belegt, dass Patienten mit Tumoren, die auf die innere Darmwand beschränkt waren und die noch keine Metastasen gebildet hatten, eine 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 70 % bis 80 % haben. Sind auch die Lymphknoten nicht betroffen (Stadium I), so liegt die 5-Jahres-Überlebensrate sogar bei 95 %. Selbst wenn der Tumor über die Darmwand hinaus wächst und möglicherweise bereits das Bauchfell erreicht hat, leben nach 5 Jahren noch ca. 80 % der Betroffenen. Sind aber die Lymphknoten bereits befallen, sinkt der Anteil der Überlebenden rapide auf etwa 30 % bis 50 %.

Heilungschancen im späten Krebsstadium

Noch schlechter werden die Prognosen, wenn nicht nur die umliegenden Lymphknoten bereits befallen sind, sondern auch in anderen Organen Tochtergeschwülste nachgewiesen wurden. In diesem Fall liegt Tumorstadium IV vor, bei dem eine Heilung schwierig ist. Die individuelle Prognose hängt in erster Linie davon ab, ob die Möglichkeit besteht, neben dem Darmtumor auch die Metastasen operativ zu entfernen. Ist dies nicht mehr möglich, bestehen quasi keine Chancen mehr auf eine vollständige Heilung. Die durchgeführten therapeutischen Maßnahmen zielen dann auf eine palliative Wirkung ab.

Nachsorge

Nach einer abgeschlossenen Darmkrebsbehandlung ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig. Es kann zu Rezidiven kommen, einem erneuten Auftreten der Erkrankung, oder bisher unentdeckte Krebszellen an anderen Organen beginnen mit dem Wachstum und bilden erneut Metastasen. Nur durch eine gewissenhaft durchgeführte Nachsorge ist eine rechtzeitige Erkennung eines Rückfalls möglich. Wurde im Rahmen einer operativen Darmkrebsentfernung ein Stoma (künstlicher Darmausgang) gelegt, so wird auch dessen Zustand im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen regelmäßig kontrolliert. Die Durchführung eines größeren Eingriffs am Darm oder die Anlage eines künstlichen Darmausganges können eine Ernährungsumstellung erforderlich machen. Entsprechende Beratungen dazu können ebenfalls in eine Nachsorgeuntersuchung integriert werden.

Unmittelbar nach Abschluss einer Darmkrebstherapie erfolgen die Nachsorgeuntersuchungen in 3-monatigen Abständen. Nach zwei Jahren wird das Intervall verlängert und die Patienten lassen sich alle 6 Monate untersuchen. Dieses Intervall wird für weitere drei Jahre beibehalten. Ist in dieser Zeit kein Rezidiv aufgetreten, gilt der Patient in der Regel als geheilt.

Die Nachsorgeuntersuchungen beinhalten verschiedene Komponenten. Zum einen werden Darmspiegelungen durchgeführt, um Rezidive frühzeitig entdecken zu können. Es wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, bei der der sogenannte CEA-Wert bestimmt wird (Tumormarker). Die weiteren Untersuchungen beziehen sich auf das Wachstum von Metastasen. Da diese vorwiegend in der Lunge und in der Leber entstehen, erfolgt eine Röntgenuntersuchung der Lunge und eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Leber. Auch eine Computertomografie (CT) des Brustraums kann durchgeführt werden. Eventuell wird auf Blut im Stuhl getestet.

Lydia Köper

12.08.11

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