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Maßnamen zur Prävention von Darmkrebs

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Prävention

Unter dem Begriff Prävention versteht sich die Möglichkeit, durch ein gezieltes Verhalten oder bestimmte Maßnahmen die Entstehung einer Krankheit zu verhindern. Wie für einige Krebserkrankungen so sind auch für den Darmkrebs bestimmte Faktoren bekannt, die seine Entstehung nachweislich begünstigen. Man spricht von sogenannten Risikofaktoren.

Gesunde Ernährung, Körpergewicht, Rauchen und Sport

Generell gilt eine gesunde Lebensweise als die beste Krebsprävention. Darunter fallen verschiedene Aspekte. Nichtraucher setzen sich deutlich weniger krebserregenden Substanzen aus, als Raucher dies tun und erkranken dadurch deutlich seltener an Krebs. Eine gesunde Ernährung, einhergehend mit einem normalen Körpergewicht und ausreichend Bewegung, senkt ebenfalls das Krebsrisiko. Gerade in Bezug auf den Darmkrebs spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Aufgrund der Tatsache, dass diese Krebsart gerade in westlichen Ländern häufig auftritt, wurden verschiedene Studien durchgeführt, um den Einfluss der Ernährung zu untersuchen.

Bei der Ernährung spielen zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen können bei der Essenszubereitung, beispielsweise beim Grillen von Fleisch, krebserregende Substanzen entstehen. Zum anderen ist es das Ernährungsverhalten an sich, das einen wichtigen Aspekt darstellt. Dabei geht es weniger um die Inhaltstoffe oder die Entstehung von schädlichen Substanzen, als vielmehr um das Ernährungsmuster, also darum, was in welchen Mengen gegessen wird. Entsprechende Studien konnten belegen, dass insbesondere der Verzehr von Fleischwaren in Zusammenhang mit dem Erkrankungsrisiko für Darmkrebs steht. Experten schätzen, dass durch einem geringeren Fleischverzehr pro Jahr bis zu 10.000 Darmkrebserkrankungen vermieden werden könnten.

Als empfehlenswert hat sich der Verzehr von ballaststoffreicher Kost herausgestellt. Ballaststoffe sind Inhaltstoffe des Essens, die nicht verdaut werden können und so den kompletten Darmtrakt bis zur Ausscheidung durchlaufen. Sie binden Wasser und füllen den Darm, wodurch dessen natürliche Tätigkeit angeregt wird. Auf diese Weise werden die ablaufenden Prozesse beschleunigt, wodurch auch Schadstoffe weniger lange im Darm verbleiben und schneller ausgeschieden werden. Dadurch werden Schädigungen der Schleimhaut des Dickdarms reduziert oder gar vermieden.

Acetylsalicylsäure

In Studien wurde der protektive Effekt von Acetylsalicylsäure (ASS) auf Darmkrebs analysiert. Ergebnis war, dass die Einnahme von ASS über 5 Jahre das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu sterben, von 3,5 % auf 1,5 % senken kann. Bei längerer Einnahme könnte der Effekt möglicherweise noch größer sein. Dabei verhindert ASS bevorzugt Darmerkrankungen im vorderen Abschnitt des Dickdarms – für diesen Bereich wurde in einer Studie die Hälfte der Krebsfälle und zwei Drittel der dadurch bedingten Todesfälle verhindert. Es bleibt aber festzuhalten, dass die Studie Schwächen hatte, da z. B. keine Angaben zur Gesamtsterblichkeit gemacht wurden. Außerdem ist bisher ungeklärt, ob der verringerten Sterblichkeit an Darmkrebs durch die ASS-Einnahme möglicherweise eine erhöhte Sterblichkeit durch ein vermehrtes Auftreten von Blutungen im Magen-Darm-Trakt gegenübersteht.

Weitere Risikofaktoren

Weitere Risikofaktoren, die das Risiko an einem Darmkrebs zu erkranken, steigern, sind ein steigendes Lebensalter. Es sind Genveränderungen, die in ihrer Summe zu einer Entartung von Zellen führen – und die benötigen Zeit. Je älter ein Mensch ist, desto größer ist entsprechend die Wahrscheinlichkeit, dass solche Veränderungen bereits stattgefunden haben.

Einen weiteren Risikofaktor stellen entzündliche Erkrankungen der Dickdarmschleimhaut dar. Dazu zählen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Das Darmkrebsrisiko ist insbesondere dann erhöht, wenn die Erkrankungen einen Großteil der Dickdarmschleimhaut betreffen und schon über einen langen Zeitraum bestehen (mehr als 10 bis 15 Jahre).

Lydia Köper

12.08.11

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