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Was ist eine Depression?

Depression bei Krebs

James Peragine/Shutterstock

Nach der Diagnose Krebs können viele Betroffene in ein „tiefes Loch“ fallen. Doch nicht jede seelische Verstimmung ist ein Symptom für eine Depression. Eine Depression macht sich meist durch verschiedene Symptome bemerkbar, die über einen längeren Zeitraum (mindestens zwei Wochen) anhalten und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken. Diese Anzeichen sind neu aufgetreten oder haben sich im Vergleich zum früheren Befinden deutlich verschlechtert.

Wie äußert sich eine Depression?

Von einer Depression spricht man, wenn Betroffene stets einen zutiefst traurigen und niedergeschlagenen Eindruck machen und/oder über Mutlosig- und Hoffnungslosigkeit klagen. Depressive zeigen oft kein Interesse an ihrer Umwelt. All das, was ihnen vor der Krebserkrankung Freude bereitet hat, hat für die Betroffenen oft an Reiz verloren. Auch Erfolge oder schöne Erlebnisse können an ihrer Niedergeschlagenheit nichts ändern. Depressive bleiben trotz positiver Einflüsse von außen in ihrer Niedergeschlagenheit und Traurigkeit gefangen. Dies kann häufig einen sozialen Rückzug zur Folge haben. Depressive können und wollen meist nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Sie vernachlässigen Familie und Freunde oftmals.

Manche an Depression Erkrankte wirken auffallend ruhelos oder müde und erschöpft. Sie verspüren dann ein übermäßiges Schlafbedürfnis, manche hingegen leiden unter Schlaflosigkeit. Einige fallen durch einen deutlichen Gewichtsverlust auf, andere hingegen durch gesteigerten Appetit und einer Gewichtszunahme. Depressive Krebspatienten empfinden zudem Gefühle von Wertlosigkeit, manchmal sogar unangemessene Schuldgefühle, weil sie sich beispielsweise für ihre Krebserkrankung selbst verantwortlich machen.

Depression bei Krebserkrankungen

Eine Depression bei Krebs wird meistens von starken Angstgefühlen begleitet: Patienten leben mit der Angst vor der Therapie oder vor den Schmerzen. Sie haben meist Angst vor der lebensbedrohlichen Krankheit oder vor einem möglichen Rückfall. Symptome Depression sind neben Niedergeschlagenheit und Traurigkeit auch verminderte Denk- oder Konzentrationsfähigkeit sowie eine Unentschlossenheit und Unsicherheit. Die Patienten können oft für sich und ihr Leben keine Entscheidungen mehr treffen. Alles überfordert und strengt sie an. Das kann zu Einschränkungen in ihrem Leben führen. Tätigkeiten im Haushalt oder Unternehmungen mit der Familie – diese alltäglichen Handlungen können zu unüberwindlichen Hürden werden. Depressionen können nicht nur mit psychischen sondern oft auch mit körperlichen Symptomen einhergehen wie etwa mit Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot, Schlafstörungen oder Magen- und Darmproblemen.

Maria Zaffarana

16.12.11

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