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Untersuchungen zur Diagnose von Lungenkrebs

Leah-Anne Thompson/Shutterstock

Diagnosen/Untersuchungen

Die Diagnostik bei einem Verdacht auf Lungenkrebs verfolgt zwei Ziele. Zum einen muss geklärt werden, ob es sich bei der vorliegenden Erkrankung wirklich um einen Lungenkrebs handelt oder nicht. Zum anderen muss bei einer positiven Diagnose genau bestimmt werden, um welche Art des Lungenkrebses es sich handelt, wie groß der Tumor ist, wo genau er sich befindet und in welchem Stadium er ist. Bei einem Lungenkrebs gilt generell, dass das notwendige Untersuchungsprogramm sehr umfangreich sein kann und häufig individuell für die Patienten zusammengestellt wird. Nur wenn der Tumor hinsichtlich aller genannten Faktoren klassifiziert werden konnte, kann ein Therapieverfahren ausgewählt werden.

Diagnose von Lungenkrebs

Zunächst erfolgt bei einem Arztbesuch das Patientengespräch, die Anamnese. Dabei hat der Patient Gelegenheit, in Ruhe seine Beschwerden zu schildern. Anhand der Symptome bekommt der Arzt einen Einblick in das Krankheitsbild. Durch gezielte Fragen kann er einen Verdacht weiter erhärten oder widerlegen. In Bezug auf einen Lungenkrebs kann z. B. danach gefragt werden, ob der Patient Raucher ist oder war, oder nach einer Schadstoffexposition am Arbeitsplatz. Auch nach einer erblichen Vorbelastung kann gefragt werden. Sie wäre wahrscheinlich, wenn innerhalb einer Familie bereits mehrere Personen an Lungenkrebs erkrankt wären und die Krankheit in verhältnismäßig jungen Jahren auftrat. Besteht nach der Anamnese tatsächlich ein Verdacht auf Lungenkrebs, so wird der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen.

Diagnostik eines Bronchialkarzinoms

Zunächst werden in den meisten Fällen ein Blutbild und ein Röntgenbild des Brustkorbs angefertigt. Das Blutbild gibt Aufschluss über den Allgemeinzustand des Patienten, möglicherweise werden auch bestimmte Tumormarker nachgewiesen. Sie werden vorwiegend für eine Verlaufskontrolle der Erkrankung bei einer späteren Therapie eingesetzt, für die Diagnostik sind sie zu unsicher. Werden Tumormarker nachgewiesen, ist die Diagnose Krebs noch keinesfalls gesichert. Umgekehrt bedeutet ein Fehlen von Tumormarkern nicht, dass kein Lungenkrebs besteht. Im Röntgenbild können oft verdächtige Bereiche dargestellt werden. Kleine Tumoren sind allerdings nicht zu erkennen, und auch die genaue Lage und Ausdehnung ist anhand eines Röntgenbildes schwer zu bestimmen. Aus diesem Grund müssen, wenn die Diagnose gesichert ist, weitere Verfahren eingesetzt werden.

Besteht ein Verdacht auf einen Lungenkrebs, so wird i. d. R. eine Bronchoskopie durchgeführt, eine Spiegelung der Bronchien. Dabei wird ein weicher, biegsamer Schlauch durch die Nase bis zu den Bronchien vorgeschoben. Über eine Kamera kann der Arzt dann die Lungen von innen betrachten. Wird verändertes Gewebe entdeckt, besteht die Möglichkeit einer Biopsie (Gewebeentnahme). Das entnommene Gewebe wird anschließend unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von Krebszellen untersucht. Die Bronchoskopie erfolgt unter einer lokalen Betäubung, in bestimmten Fällen kann eine Vollnarkose erforderlich sein.

Weitere Optionen sind die Spiegelung des mittleren Brustraumes (Mediastinoskopie), die unter Vollnarkose erfolgt, oder eine Pleurapunktion (Flüssigkeitsentnahme aus dem Raum zwischen Lungen- und Rippenfell) bei einem sogenannten Pleuraerguss, einer Flüssigkeitsansammlung, wie sie häufig beim Pleuramesotheliom auftritt. Die entnommene Flüssigkeit wird auf ihre chemische Zusammensetzung und den Zellgehalt untersucht. Hat ein Patient einen Pleuraerguss, so ist es wichtig, die Ursache dafür herauszufinden. Ist der Pleuraerguss durch Lungenkrebs verursacht, kann dies dem Arzt Aufschluss über die Größe des Tumors geben.

Lydia Köper

12.08.11

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