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Einschränkungen von Brustkrebs Patienten

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Einschränkungen

Nach den vielen Einschränkungen, die die Therapie des Brustkrebses mit sich gebracht hat, kann auch nach Beendigung der Behandlung nicht in ein Leben zurückgekehrt werden, welches wie vor der Krebsdiagnose ist. Auch ein Leben nach der Therapie bringt Einschränkungen mit sich.

Das Lymphödem

Lymphödeme können z. B. nach einer operativen Entfernung des Lymphknotens in der Achselhöhle beim Brustkrebs entstehen. Ein Rückstau von Lymphflüssigkeit bildet sich sofort nach der Operation, in vielen Fällen gelingt es dem Körper aber, in der nachfolgenden Zeit neue Abflusswege aufzubauen. Geschieht dies nicht, kommt es meist innerhalb der ersten drei Jahre zur Bildung eines Lymphödems.

Ein solches Lymphödem schränkt die Betroffenen ein, da es schmerzt, zu Bewegungseinschränkungen führt und Probleme beim Tragen eng sitzender Kleidung bereitet. Außerdem erfordert es eine Therapie. Um die Entstehung eines Lymphödems zu verhindern, sollten beispielsweise im ersten Jahr nach einem operativen Eingriff in der Achselhöhle oder nach Bestrahlung der Achsel keine schweren Gegenstände gehoben oder getragen, monotone Tätigkeiten vermieden sowie keine anhaltende oder gehäufte Überkopfarbeit und keine Hitze- oder Kältearbeit durchgeführt werden. Auch Tätigkeiten mit besonderer Verletzungsgefahr sollten nicht ausgeübt werden. Das Tragen einengender Kleidung (z. B. BHs) und einengender Schmuckstücke (z. B. Ringe und Uhren) ist zu vermeiden.

Langzeitwirkungen der Therapieverfahren

Manche Therapien wirken sich über einen langen Zeitraum auf den Körper aus. In einem solchen Fall ist Geduld gefragt, da die Nebenwirkungen nicht sofort mit Abschluss der Therapie abklingen. Der Körper braucht Zeit für eine Erholung von den ihm zugefügten Strapazen.

Im Zusammenhang mit einer Chemotherapie tritt häufig ein allgemeiner Erschöpfungszustand auf, der sich auch nach einer Strahlentherapie äußern kann. Die Erholung nimmt Zeit in Anspruch und die Betroffenen werden durch diesen Zustand auch nach Ende der Behandlung eingeschränkt sein. Die Nebenwirkungen werden irgendwann vergehen, der Zeitraum, der dazu benötigt wird, ist allerdings individuell unterschiedlich.

Eine Antihormontherapie versetzt die Betroffenen in einen Zustand der Wechseljahre, sodass es zu depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen, einem Ausbleiben der Menstruation, Stimmungsschwankungen und einem veränderten Sexualverhalten kommen kann. Die Auswirkungen einer hormonellen Therapie können sehr vielfältig sein und sind bei einem plötzlichen Eintreten u. U. nicht einfach zu verarbeiten.

Die Psyche

Auch die Psyche braucht Zeit, um die vielen Geschehnisse der letzten Zeit zu verarbeiten. Das eigene Leben wurde schlagartig verändert – und mit dem neuen Leben muss sich erst einmal arrangiert werden. Abhängig vom Umfang eines operativen Eingriffs, der zur Entfernung eines Tumors durchgeführt wurde, braucht es ebenfalls Zeit, sich mit den körperlichen Veränderungen zurechtzufinden. Zurückbleibende Narben können als störend empfunden werden und dazu führen, dass an der eigenen Attraktivität gezweifelt wird. Vor allem nach der Amputation einer Brust können Schwierigkeiten dabei auftreten, die Veränderungen des Körpers zu akzeptieren. Häufig resultieren aus den Problemen mit dem eigenen Körper Probleme in der Partnerschaft, vor allem dann, wenn nicht offen darüber gesprochen wird, sondern die Betroffenen aus Scham mit einem Rückzug reagieren. Wer unter psychischen Problemen bei der Bewältigung der Krankheit an sich oder der dadurch entstandenen körperlichen Veränderungen leidet, sollte nicht zögern, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Lydia Köper

28.07.11

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