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Einschränkungen einer Partnerschaft durch Krebs

Philip Date/Shutterstock

Einschränkungen im Zusammenleben

Die verschiedenen Krebsarten und auch die Therapieverfahren können sich auf das Zusammenleben in einer Partnerschaft auswirken. Diese Auswirkungen können sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein. Besonders in der ersten Zeit der Behandlung rückt das Bedürfnis nach Sexualität oftmals vollkommen in den Hintergrund. In einer Phase, in der die medizinische Therapie und die Auseinandersetzung mit der Krankheit alle Kräfte beanspruchen, ist der Wunsch nach Zärtlichkeit und Nähe des Partners oft wichtiger. Mit zunehmender Heilung und Besserung des Allgemeinzustandes nehmen die sexuellen Bedürfnisse des Patienten meistens wieder zu. Bestimmte Behandlungsformen können die sexuellen Funktionen und Empfindungen jedoch auch dauerhaft oder zumindest über einen längeren Zeitraum hinweg beeinträchtigen.

Körperliche Beeinträchtigungen

Körperliche Beeinträchtigungen können z. B. nach operativen Eingriffen auftreten. Bei Frauen kann dies nach der Entfernung von größeren Eierstock-, Gebärmutter- oder Gebärmutterhalstumoren passieren. Die Fruchtbarkeit kann verloren gehen, die Wechseljahre verfrüht einsetzen und sexuelles Interesse vermindert werden. Beim Mann kann z. B. eine Erkrankung an Peniskrebs eine Amputation erfordern und so eine normale Sexualität verhindern. Durch Operationen im Beckenbereich kann es zu Störungen der Erektionsfähigkeit oder des Samenergusses kommen.

Durch Krebstherapien wie eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie wird oft das sexuelle Lustempfinden beeinträchtigt. Solche Behandlungen können zu einer vorübergehenden Zeugungsunfähigkeit und Unfruchtbarkeit führen, seltener auch zu einer dauerhaften.

Seelische Auswirkungen

Vor allem die komplette oder teilweise Entfernung der Brust stellt für viele Frauen ein großes Problem dar. Bei Männern verhält es sich nach entsprechenden Operationen an Hoden oder Penis ähnlich. Die Betroffenen fühlen sich verstümmelt und nicht mehr als vollwertiger Geschlechtspartner. Die erste Reaktion auf die Veränderung ist häufig eine stark ausgeprägte Scham für den eigenen Körper und eine tiefe Verunsicherung. Aus Angst vor einer Ablehnung ziehen sich die Betroffenen zurück. Solche Situationen erfordern eine Menge Verständnis und Einfühlungsvermögen vom Partner. Ähnliches gilt, wenn nach Blasen- oder Darmkrebserkrankungen künstliche Körperöffnungen gelegt werden müssen oder Patienten aufgrund eines Kehlkopfkrebses ihre Stimme verlieren.

Lydia Köper

25.07.11

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