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Die Entstehung von Brustkrebs

Hormone einen entscheidenden Einfluss bei der Entstehung von Brustkrebs

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Der Entstehung von Brustkrebs liegt, wie bei jeder Krebserkrankung, eine Veränderung des Erbguts zugrunde. Diese krebsauslösenden Veränderungen, Mutationen genannt, können im Laufe des Lebens entstehen und so normale Zellen zu Krebszellen entarten lassen. Aus diesem Grund entstehen Krebserkrankungen in der Regel erst in einem höheren Alter. Treten sie bereits in jungen Jahren auf, spricht dies für eine angeborene Komponente, also eine erbliche Vorbelastung, man spricht von einer so genannten genetischen Prädisposition.

Erbliche Vorbelastung bei Brustkrebs

Eine erbliche Vorbelastung ist beim Brustkrebs eher selten. Es wird angenommen, dass nur etwa 5 bis 10 von 100 erkrankten Frauen eine genetische Prädisposition für den Brustkrebs haben. Anders sieht es bei den sehr wenigen erkrankten Männern aus. Dort scheint eine erbliche Vorbelastung eine größere Rolle zu spielen. Ergebnisse aus verschiedenen Studien liefern stark variierende Ergebnisse und beziffern den Anteil auf 4 % bis 40 %.

Bisher konnten mehrere Merkmale des Erbguts identifiziert werden, die eine Entstehung des Brustkrebses begünstigen und die vererbt werden können. Zwei Gene, die in diesem Zusammenhang besonders gut erforscht sind, sind BRCA1 und BRCA2. Veränderungen (Mutationen) dieser Gene können über einen Gentest nachgewiesen werden. Zur Durchführung eines solchen Tests genügt eine einfache Blutprobe. BRCA1 und BRCA2 spielen aber nur bei zwei Dritteln der Brustkrebsfälle eine Rolle, die auf eine genetische Prädisposition zurückzuführen sind. Somit muss es weitere Gene geben, die die Krankheitsentstehung beeinflussen. Ein weiteres Gen, welches nachweislich bei Veränderungen einen Brustkrebs stark begünstigt, ist RAD51C. BRCA1-, BRCA2- und RAD51C-Gene kodieren für Eiweiße, die jeweils für die Reparatur von Schäden des Erbgutes, also der DNA, verantwortlich sind. Sind diese Gene verändert, kann kein funktionierendes Enzym mehr produziert werden und der Zelle fehlt ein Reparaturverfahren zur Beseitigung entstehender DNA-Schäden. Dies erklärt, warum bei einer Mutation dieser Gene nicht nur das Risiko eines Brustkrebses, sondern das allgemeine Krebsrisiko erhöht ist. Träger einer Mutation dieser Gene erkranken beispielsweise ebenfalls häufig an Eierstockkrebs.

Dennoch muss ein Träger einer Veränderung eines dieser Gene nicht zwingend krank werden. Durch den fehlenden Reparaturmechanismus der DNA ist allerdings das Auftreten weiterer Genveränderungen, die schlussendlich zur Entstehung von Krebs führen, vereinfacht.

Weitere Faktoren

Neben der erblichen Komponente, die nur bei einem geringen Anteil der Brustkrebserkrankungen eine Rolle spielt, ist das Alter ein ausschlaggebender Faktor. Je älter eine Person ist, je mehr Genveränderungen entstehen und je größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie solche Gene betreffen, die die Entstehung von Brustkrebs stark begünstigen.

Eine proliferative Mastopathie ist eine Erkrankung, die selbst gutartig ist, aus der sich allerdings ein Brustkrebs entwickeln kann. Dabei handelt es sich um eine Vermehrung der Drüsenläppchen und des Bindegewebes der Brustdrüsen.

Neben diesen Faktoren haben Hormone einen entscheidenden Einfluss bei der Entstehung von Brustkrebs. So sind besonders häufig Frauen von der Krankheit betroffen, die früh ihre erste Menstruation hatten und spät in die Menopause eintraten. Frauen, die keine Kinder geboren haben, weisen ebenfalls ein erhöhtes Brustkrebsrisiko auf. Zudem scheint das Alter bei der Geburt des ersten Kindes eine Rolle zu spielen. Je jünger die Frau zu diesem Zeitpunkt ist, je geringer ist das Erkrankungsrisiko. Auch eine lange Stillzeit von mehr als 24 Monaten senkt die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken.

Lydia Köper

01.07.11

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