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Die Entstehung Lungenkrebs

Wallenrock/Shutterstock

Entstehung von Lungenkrebs

Neben dem Rauchen gibt es zwar weitere Risikofaktoren, die das Erkrankungsrisiko für den Lungenkrebs erhöhen, sie spielen aber nur eine untergeordnete Rolle und sind mit dem Stellenwert des Rauchens nicht zu vergleichen. Dazu zählen berufsbedingte Risiken, Umwelteinflüsse und erbliche Faktoren.

Berufsbedingte Risiken

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Berufskrankheiten. Eine Einstufung als Berufskrankheit ist dann möglich, wenn der vermehrte berufsbedingte Kontakt zu Substanzen erfolgt ist, die nachweislich als kanzerogen eingestuft sind und zu einer vermehrten Erkrankung an Lungenkrebs führen. Zu diesen Substanzen zählen:

  • Chromat und Arsen (Chemikalien)
  • Dichlordimethyläther und 2,2-Dichloräthylsulfid (Lösemittel, Pestizide und sonstige Stoffe)
  • Ionisierende Strahlen (physikalische Einwirkungen)
  • Asbest, Nickel, Kokereirohgase, Siliziumdioxid (Anorganische Stäube)

Neben dieser bekannten Liste gibt es weitere Substanzen, die als Risikofaktor für eine Lungenkrebserkrankung anzusehen sind und für die der Zusammenhang wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Dies sind polyzyklische aromatische Hydrocarbone, allein und in Kombination mit Asbest.

Als Berufskrankheit aufgetreten ist der Lungenkrebs ein entschädigungspflichtiger Versicherungsfall. Aus diesem Grund besteht eine Pflicht für (Betriebs-)Ärzte und Unternehmer, einen solchen Fall anzuzeigen. Wer an einem Lungenkrebs erkrankt und berufsbedingt den entsprechenden kanzerogenen Substanzen ausgesetzt war, sollte unbedingt eine Anerkennung als Berufskrankheit erwirken. Der behandelnde Arzt kann beim Umgang mit den Formalitäten hilfreich zur Seite stehen.

Erbliche Einflüsse und Umweltfaktoren

Im Gegensatz zu einigen anderen Krebserkrankungen, wo erbliche Einflüssen, sogenannte genetische Prädispositionen, eine Rolle spielen, ist ihr Anteil an der Zahl der Lungenkrebsfälle vergleichsweise gering. In einigen Familien kann der Lungenkrebs aber gehäuft auftreten.

Warum bestimmte Menschen, z. B. bei einem identischen Rauchverhalten, an Lungenkrebs erkranken und andere nicht, ist nicht im Detail verstanden. Bei nahezu jeder Krebsart ist es so, dass fast identische Lebensbedingungen in Bezug auf die bekannten Risikofaktoren nicht zu einer identischen tatsächlichen Erkrankungswahrscheinlichkeit führen. Eine Variable sind bestimmte Umweltfaktoren, die ebenfalls als Risikofaktor einzustufen sind und denen sich Menschen unterschiedlich stark aussetzen.

Die Entstehung von Lungenkrebszellen

Die Entartung von Zellen ist immer ein Prozess von Veränderungen des Erbguts, sogenannter Mutationen. Eine einzelne Mutation reicht nicht aus, um aus einer normalen Zelle eine Krebszelle zu machen – es ist immer eine Summe von genetischen Veränderungen notwendig. Warum und wie genau sie entstehen, ist heute nicht vollständig verstanden.

Generell können sich Krebszellen sowohl innerhalb der Luftwege (Bronchien) als auch innerhalb des eigentlichen Lungengewebes bilden. Beim Bronchialkarzinom werden folgende Haupttypen unterschieden:

  • nicht-kleinzellige Lungenkarzinome
  • kleinzellige Lungenkarzinome

Die nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome können weiter unterteilt werden in Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome und großzellige Karzinome. Generell machen die nicht-kleinzelligen Karzinome einen Anteil von 80 % aller Bronchialkarzinome aus, während 20 % den kleinzelligen Lungenkarzinomen zuzuordnen sind. 40 % der Bronchialkarzinome sind nicht-kleinzellige Plattenepithelkarzinome, 30 % sind Adenokarzinome. Die großzelligen Karzinome sind mit einem Anteil von nur 10 % vergleichsweise selten. Die Unterscheidung dieser Lungenkrebstypen erfolgt mikroskopisch. Die Bezeichnung der Unterformen basiert auf dem Zell- oder Gewebetyp, aus dem der Tumor hervorgeht. Mischformen sind selten.

Lydia Köper

12.08.11

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