- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Therapien - Psychische Aspekte - Fatigue

Fatigue

Erschöpfte Frau

Photos.com

Was ist Fatigue?

Fatigue ist eines der häufigsten Symptome bei Krebserkrankungen. Unter Fatigue versteht man einen physischen und psychischen Erschöpfungszustand, der trotz ausreichender Erholungs- und Schlafphasen anhält. Wie viele Krebspatienten davon betroffen sind, weiß niemand genau: Je nach Studie schwanken die Zahlen zwischen 10 und 90 Prozent. Vor allem bei metastasiertem Brust- und Prostatakrebs, Leukämien und Lymphomen treten die Fatigue-Symptome verstärkt auf. Betroffene leiden meist unter körperlicher Schwäche, ständiger Müdigkeit, vermehrtem Schlafbedürfnis und Abgeschlagenheit. Sie klagen über Schwere und Mattigkeit. Jede körperliche Betätigung wird zu einem anstrengenden Drahtseilakt und zehrt an den Energiereserven. Auch nach längeren Pausen kommen die Patienten nicht wieder zu Kräften. Die Lebensqualität wird dadurch beträchtlich eingeschränkt, die Leistungsfähigkeit nimmt rapide ab, Patienten können berufliche und private Verpflichtungen immer weniger wahrnehmen. Die Folge: Sie ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Doch Fatigue geht nicht nur mit körperlichen Beschwerden einher, auch Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen und Traurigkeit sind häufige Begleiterscheinungen. Viele Symptome ähneln denen der Depression: etwa fehlende Motivation, seelische Verstimmungen, Antriebslosigkeit und Frustration. Häufig werden Betroffene außerdem von Zukunftsängsten und Hoffnungslosigkeit geplagt – eine große emotionale Belastung für Patienten und deren Angehörige gleichermaßen.

Wodurch genau Fatigue entsteht, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Als gesichert gilt jedoch, dass der Krebs selbst mit all seinen möglichen Begleiterscheinungen wie z. B. Fieber, Gewichtsverlust, Schmerzen, Übelkeit, Blutarmut und Stoffwechselstörungen einer der Auslöser ist. Auch die Operationen, Strahlen-, Immun- und Chemotherapien, mit denen der Tumor bekämpft werden soll, verstärken den Erschöpfungszustand der ohnehin geschwächten Patienten. Meist treten die Fatigue-Symptome unmittelbar nach Therapiebeginn auf und klingen erst Wochen oder Monate nach Ende der Behandlung ab. Hormonmangelerscheinungen, Mangelernährung, chronische Infekte, aber auch Stress, Angst und Depressionen gelten ebenfalls als mögliche Ursachen von Fatigue.

Maria Zaffarana

19.08.11

Newsletter An-/Abmeldung

Code: GZLU

Schriftzug Anzeige