- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Therapien - Psychische Aspekte - Fatigue - Die Therapie von Fatigue

Die Therapie von Fatigue

absolut/Shutterstock

Wie kann Fatigue behandelt werden?

Eine allgemeingültige Therapie, mit der Fatigue behandelt werden kann, gibt es nicht. Denn der Verlauf der Krankheit ist bei jedem Krebspatienten anders. Der Arzt muss daher zunächst eine ausführliche Anamnese durchführen, damit die Behandlung auf den individuellen Zustand des Betroffenen abgestimmt werden kann. Liegt etwa eine Hormonstörung vor, beispielsweise eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, zielt die Therapie darauf ab, eben diese Hormonstörung zu beheben. Oder tritt zum Beispiel nach einer Chemotherapiebehandlung Blutarmut auf, hat das einen Leistungsabfall zur Folge, weil der Körper u. a. nur noch eingeschränkt mit Sauerstoff versorgt wird. In diesem Fall können Bluttransfusionen dazu beitragen, den Gesundheitszustand wieder zu verbessern.

Chronische Infektionen sind ebenfalls mögliche Auslöser und werden je nach Erreger mit den entsprechenden Medikamenten behandelt – beispielsweise mit Antibiotika bei Bakterien als Ursache. Bei Krebspatienten können therapiebegleitend eingesetzte Schmerzmittel oder Tabletten gegen Übelkeit und Erbrechen das Fatigue-Syndrom verstärken und müssen gegebenenfalls verringert oder umgestellt werden.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme, Tumorerkrankte sollten sich möglichst viel schonen, wird körperliche Aktivität von Experten ausdrücklich empfohlen. Denn Bewegungsmangel fördert letztendlich die Erschöpfung und nimmt den Patienten ihre Vitalität. Mit Bewegung ist in diesem Zusammenhang aber nicht Leistungssport gemeint, sondern ein leichtes Ausdauertraining (Joggen, Radfahren, Schwimmen, Gehen), das Muskelmasse und Leistungsfähigkeit aufbaut. Lediglich bei Patienten mit Knochenmetastasen und Mangelernährung raten Mediziner von dieser Art der Therapie ab. Für sie und alle anderen gilt jedoch: Auch Entspannungs- und Meditationsübungen können sich positiv auf ihren Gesamtzustand auswirken.

Ebenfalls bewährt haben sich Psycho- und Verhaltenstherapien: In Einzel- oder Gruppengesprächen lernen die Patienten, ihr Verhalten so zu beeinflussen, dass sich ihre Erschöpfung nicht weiter verstärkt, sondern verringert. Das gelingt etwa durch einen streng geregelten Tagesablauf. Dabei werden anstrengende Tätigkeiten dann z. B. nur noch erledigt, wenn der „persönliche Akku“ aufgeladen ist; alle Aktivitäten müssen überdies stets durch kleine Pausen unterbrochen werden.
Gegen die Niedergeschlagenheit und depressiven Verstimmungen werden in einigen Fällen auch stimulierende und antidepressive Medikamente gegeben.

Maria Zaffarana

19.08.11

Therapie
Newsletter An-/Abmeldung

Code: GRZW

Schriftzug Anzeige