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Gleicher Zugang für alle

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Thüringische Krebsgesellschaft e. V.

Jährlich erkranken circa 13.500 Menschen in Thüringen neu an Krebs – Tendenz steigend. Deutschlandweit wird 2012 sogar mit 490.000 Neuerkrankungen gerechnet. Intensive Forschung, neue Therapien und eine stärkere Vernetzung der Experten haben dazu beigetragen, dass sich jedoch auch die Heilungschancen in den vergangenen Jahren verbesserten. Während 1980 noch zwei Drittel der an Krebs Erkrankten starben, sind es heute weniger als die Hälfte. Trotzdem ist Krebs nach wie vor eine der bedrohlichsten Erkrankungen.

Tumorzentren bieten ideale Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Behandlung von Krebspatienten, betont die Thüringische Krebsgesellschaft. In ihnen wird Wissen um bestimmte Krebserkrankungen gezielt gebündelt. So arbeiten in Tumorzentren nicht nur Krebsmediziner, sondern z. B. auch Chirurgen, Strahlenärzte, Pathologen, Therapeuten und Psychologen ambulant und stationär eng zusammen, um dem Patienten umfassend zu versorgen und zu begleiten. Auch der Freistaat verfügt über sechs solcher Tumorzentren – in Jena, Erfurt, Gera, Suhl, Nordhausen und Altenburg.

„Wichtig ist, dass Tumorzentren die Daten von Krebspatienten umfassend und einheitlich erfassen. Nur aus solchen Krebsregistern lassen sich nämlich die wichtigen Statistiken zu Ursachen, Krebsvorkommen, Behandlungsmaßnahmen und Therapieerfolgen herauslesen. Diese Daten sind dringend notwendig, um die Behandlung von Krebs noch weiter zu verbessern und die Heilungschancen zu erhöhen. Wir brauchen einheitliche Krebsregister “, sagt Prof. Andreas Hochhaus, Vorstandsvorsitzender der Thüringer Krebsgesellschaft. Auch die Bundespolitik hat die Zeichen der Zeit erkannt und unterschiedliche Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht, die die einheitlichen Krebsregister aber besonders auch die gesundheitliche Versorgung in strukturschwachen Gegenden optimiert. Das neue Versorgungsstrukturgesetz soll z. B. dafür Sorge tragen, dass Patienten auch flächendeckend Zugang zu ambulanter spezialfachärztlicher Versorgung haben.

„Uns als Thüringische Krebsgesellschaft ist es wichtig, dieses Gesetz in Thüringen voranzubringen und umzusetzen. Denn jeder Patient muss das gleiche Recht und den gleichen Zugang zu einer optimalen Versorgung haben können – unabhängig von regionalen Gegebenheiten und ökonomischen Verteilungsfragen“, betont Prof. Hochhaus. „Dafür müssen wir uns mehr verzahnen, zusammenarbeiten und wir benötigen vor allem auch die Unterstützung der Landespolitik, da sie die Rahmenbedingungen für eine optimale Versorgung schaffen kann.“

Quelle: Befund Krebs 3/2013

08.08.13

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