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Hamburger Modell

Was ist das Hamburger Modell

Deklofenak/Shutterstock

Wer nach einer Krebserkrankung arbeitsunfähig gewesen ist und zurück in den Job will, hat durch das Hamburger Modell die Möglichkeit zur stufenweisen Wiedereingliederung in das Arbeitsleben. Eine Vollbeschäftigung unmittelbar nach überstandener Krebserkrankung birgt die Gefahr, dass sich Mitarbeiter durch ein zu hohes Arbeitspensum überfordert fühlen. Es kann sogar ein Rückfall in die Arbeitsunfähigkeit drohen. Mit dem Hamburger Modell soll dies unter erleichterten Arbeitsbedingungen verhindert werden. Denn durch das Hamburger Modell werden Beschäftigte, die durch den Krebs beispielsweise weiterhin stark angeschlagen sind oder eine bleibende Behinderung davontragen, langsam und in einem zeitlich eingeschränkten Rahmen wieder an das frühere Arbeitspensum herangeführt.

Zunächst müssen Arbeitgeber und Krankenkasse dem Hamburger Modell zustimmen. Anschließend können Betroffene mit ihrem behandelnden Arzt einen Behandlungsplan für die Wiedereingliederung erstellen, der den Genesungsfortschritt der Krebspatienten berücksichtigt. Der Behandlungsplan enthält auch eine Prognose über den möglichen Zeitpunkt der zu erwartenden vollständigen Arbeitsfähigkeit des Patienten.

Schrittweise Wiedereingliederung

Bei der schrittweisen Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell steht der individuelle Gesundheitszustand des Beschäftigten im Vordergrund. Das bedeutet, dass der erkrankte Mitarbeiter je nach Krankheit, Dauer der Arbeitsunfähigkeit und seiner Beschwerden für entsprechende Arbeiten eingeteilt und entsprechend belastet wird. Mit der stufenweisen Wiedereingliederung ins Arbeitsleben tritt keine Arbeitsfähigkeit ein: Die Mitarbeiter gelten aufgrund des Hamburger Modells weiterhin als arbeitsunfähig erkrankt. Die Betroffenen sind erst dann wieder vollständig arbeitsfähig, wenn die zuletzt ausgeübte Tätigkeit wieder wie vor der Krebserkrankung in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Während dieser Zeit erhalten Arbeitnehmer in der Regel Krankengeld bzw. Übergangsgeld.

Dauer des Hamburger Modells

In der Regel dauert diese Wiedereingliederung zwischen sechs Wochen und sechs Monaten. Nach einem halben Jahr sollten die erkrankten Mitarbeiter wieder voll belastbar sein und ihr früheres Arbeitspensum bewerkstelligen können. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass sich der Medizinische Dienst der Krankenkassen einschaltet, um zu überprüfen, warum das Hamburger Modell beziehungsweise die berufliche Wiedereingliederung noch nicht zum erwünschten Erfolg geführt hat.

Maria Zaffarana

19.12.11

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