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Die Heilungschancen von Lungenkrebs

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Der Lungenkrebs ist eine Erkrankung, die auch heute nur schwer behandelt werden kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Sind beide Lungenflügel oder bereits andere Organe befallen, ist eine Heilung in der Regel nicht mehr möglich. Die angewendeten Therapien erfolgen in einem solchen Fall palliativ, also um Beschwerden zu lindern, Lebensqualität zu erhalten und die verbleibende Lebensspanne zu verlängern.

Es ist wichtig zu bedenken, dass alle Statistiken zur Bewertung der Heilungschancen nur Durchschnittswerte darstellen. Wie groß die persönliche Heilungschance ist, kann nicht bestimmt werden, dazu haben individuelle Faktoren einen zu großen Einfluss. Auch wenn die Chancen statistisch schlecht sind, sollte sich jemand, der bereit ist gegen seine Krankheit zu kämpfen, nicht von Zahlen davon abhalten lassen. Niemand kann den Verlauf der Erkrankung im individuellen Fall vorhersagen.

Die Heilungschancen beim Lungenkrebs hängen im Wesentlichen von zwei Faktoren ab, nämlich von der Form des Krebses und vom Tumorstadium. Ein kleinzelliges Bronchialkarzinom ist deutlich schwerer zu therapieren als ein nicht-kleinzelliges.

Prognosen beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom

Hat ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom noch nicht die angrenzenden Lymphknoten befallen, so sind die Chancen, alle Krebszellen aus dem Körper des Betroffenen entfernen zu können und somit eine Heilung zu erzielen, am größten. Dies geschieht in der Regel durch eine Operation. 5 Jahre nach Diagnostizierung der Erkrankung leben von den Patienten mit diesem Tumorstadium (Stadium I) noch ca. 50 % bis 60 % der Patienten. In fortgeschritteneren Stadien, die aber ebenfalls noch lokal begrenzt sind und nur einen Lungenflügel betreffen (Stadium II und IIIa), wird im Normalfall operiert und eine adjuvante Strahlen- oder Chemotherapie durchgeführt. Dennoch liegt die 5-Jahres-Überlebensrate beim Stadium II nur bei etwa 33 % bis 40 % und beim Stadium IIIa nur bei ca. 20 % bis 25 %.

Noch einmal rapide verschlechtert sind die Prognosen, wenn sich der Tumor auf den zweiten Lungenflügel oder auf andere Organe ausgedehnt hat. In einem solchen Fall (Stadien IIIb und IV) zielt die Behandlung nicht mehr auf eine Heilung, sondern auf ein Verzögern des Krankheitsverlaufes ab.

Prognosen beim kleinzelligen Bronchialkarzinom

Das kleinzellige Karzinom wächst sehr schnell und breitet sich meist frühzeitig auf andere Organe aus. Daher wird die Krankheit überwiegend in bereits fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Nur ein Drittel der diagnostizierten Tumoren wird noch einem begrenzten Stadium zugerechnet.

Hat das kleinzellige Bronchialkarzinom noch keine angrenzenden Lymphknoten befallen und eine Operation ist möglich, überleben mehr als 66 % der Betroffenen die ersten 5 Jahre nach Diagnostizierung des Lungenkrebs. Dieses Stadium zu entdecken ist allerdings selten. Sind bereits Lymphknoten befallen, der Tumor ist aber noch auf einen Lungenflügel begrenzt, sind die Heilungschancen bereits deutlich verschlechtert. Bei diesem Tumorstadium sind es nur 10 % bis 20 % der Betroffenen, die die ersten 5 Jahre überleben. Sind beide Lungenflügel betroffen oder bereits andere Organe befallen, überleben nur wenige Patienten die nächsten zwei bis drei Jahre. In einem solchen Fall können nur noch palliative Therapien angewendet werden.

Lydia Köper

12.08.11

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