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Heilungschancen von Schilddrüsenkrebs Patienten

Wojciech Burda/Shutterstock

Die Heilungschancen bei einer Krebserkrankung generell hängen von verschiedenen Faktoren ab – dies ist auch beim Schilddrüsenkrebs nicht anders. Sowohl die Art des Krebses als auch das Tumorstadium sind entscheidende Kriterien bei einer Bestimmung der Heilungschancen. Dabei handelt es sich allerdings nur um durchschnittliche Werte, eine persönliche Prognose kann nicht gestellt werden. Neben den genannten Faktoren spielen nämlich auch individuelle Faktoren eine große Rolle, die nicht zuvor bestimmt werden können, aber den Therapieverlauf beeinflussen.

Heilungschancen beim follikulären Schilddrüsenkarzinom

Beim follikulären Karzinom treten meist einzelne Knoten in der Schilddrüse auf, sie machen einen Anteil von 20 % bis 30 % aller Schilddrüsenkrebserkrankungen aus. Das follikuläre Karzinom zählt zu den differenzierten Karzinomen und betrifft vorwiegend Menschen im Alter von ca. 50 Jahren. Es ist besonders in Jodmangelgebieten verbreitet. Die Heilungschancen hängen stark davon ab, in welchem Stadium sich der Tumor befindet. Ist der Krebs auf die Schilddrüse begrenzt und hat noch keine Metastasen gebildet und auch keine umliegenden Lymphknoten befallen, so sind die Heilungschancen durch eine operative Entfernung der Schilddrüse ausgezeichnet. Auch wenn Metastasen auftreten, ist durch eine im Anschluss an die Operation erfolgende Radiojodbehandlung immer noch eine Heilung möglich.

Heilungschancen beim papillären Schilddrüsenkarzinom

Beim papillären Schilddrüsenkarzinom können sich mehrere Tumorherde in der Schilddrüse befinden, die entweder einen oder beide Lappen des Organs betreffen. Das häufigste Erkrankungsalter liegt zwischen 30 und 50 Jahren. Erkranken Kinder an einem papillären Schilddrüsenkarzinom, so kann es zu einer frühzeitigen Metastasierung kommen, die Metastasen sind dann aber im Allgemeinen gut mit einer Radiojodtherapie zu behandeln. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist mit einem Anteil von etwa 50 % die häufigste Form des Schilddrüsenkrebses und hat auch die besten Heilungschancen. Bei jungen Betroffenen beträgt die 10-Jahres-Überlebensrate 85 % bis 95 %.

Medulläres Schilddrüsenkarzinom

Das medulläre Schilddrüsenkarzinom ist selten und macht nur 5 % bis 10 % aller Schilddrüsenkarzinome aus. Wird das medulläre Karzinom diagnostiziert bevor es Metastasen gebildet hat und handelt es sich um eine erbliche Form, so liegen die Heilungschancen bei über 90 %. Generell ist für die Beurteilung der Heilungsaussichten entscheidend, ob ein chirurgischer Eingriff möglich ist. Ist dies der Fall, betragen die langfristigen Überlebenschancen 50 % bis 60 %.

Undifferenziertes Schilddrüsenkarzinom

Problematischer gestalten sich die Heilungschancen beim undifferenzierten Schilddrüsenkarzinom. Auch diese Form des Schilddrüsenkrebses ist mit nur 5 % bis 10 % aller Schilddrüsenkrebse als selten anzusehen. Sie tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf. Das undifferenzierte Karzinom ist nur schwer therapierbar, da es sehr schnell fortschreitet. Es wächst invasiv in seine Umgebung ein und bildet schnell Metastasen, bevorzugt in Lunge, Leber, Knochen und Gehirn. Entsprechend ungünstig sind die Heilungschancen. Aufgrund des raschen Fortschreitens wird das undifferenzierte Schilddrüsenkarzinom nur selten im frühen Stadium entdeckt, sondern ist meist schon weit fortgeschritten. In einem solchen Fall besteht oftmals keine Chance mehr auf eine Heilung. Die Therapie beschränkt sich dann auf palliative Anwendungen, die den Betroffenen ein möglichst beschwerdefreies Leben mit dem Krebs ermöglichen sollen und auch die verbleibende Lebensspanne verlängern können.

Lydia Köper

31.08.11

Heilungschancen
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