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Neue Hemmstoffe gegen aggressive Kinderleukämie

Racheal Grazias/Shutterstock

Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg untersuchen Hemmstoffe gegen die sog. mixed lineage Leukämie (MLL), die vor allem bei Säuglingen auftritt. Diese führt dazu, dass ein ganz neues Eiweiß in den Blutzellen entsteht. Es setzt sich aus zwei an sich harmlosen Bestandteilen zusammen. Wie die Wilhelm-Sander-Stiftung mitteilt, hat die Arbeitsgruppe aufgedeckt, was passiert, wenn sich die beiden Untereinheiten verbinden: Die als „MLL-Fusionsproteine“ bezeichneten Komplexe sorgen dafür, dass bestimmte Gene ähnlich wie an einem Fließband abgelesen werden.

Das bewirkt die Anhäufung insbesondere von leukämiefördernden Genprodukten – wie den sog. HOX-Proteinen, die eine Kontrollfunktion bei der Blutbildung ausüben. Schrittmacher dieses Fließbandes ist die sog. Proteinkinase CDK9. Konkret bewirken die MLL-Fusionsproteine, dass CDK9 kontinuierlich in Aktion bleibt. Mihilfe von kürzlich entwickelten Stoffen, die die CDK9 Kinase hemmen, wollen die Wissenschaftler nun den Produktionsrhythmus wieder auf das übliche Maß einbremsen.

Quelle: Befund Krebs 1/2012

02.05.12

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