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Hilfestellungen zum Umgang mit der Krebserkrankung

Marcin Balcerzak/Shutterstock

Es ist völlig normal, nach einer solch gravierenden Erkrankung wie Krebs nicht einfach in den Alltag einer Partnerschaft zurückkehren zu können. Vor allem nicht dann, wenn die Therapie starke Auswirkungen auf den eigenen Körper und möglicherweise auch die Sexualität hatte. Dann fällt es besonders schwer, mit den Veränderungen umzugehen. Viele Betroffene erleben sexuelle Probleme als Angriff auf die eigene Identität und auf das Selbstwertgefühl. Viele Betroffene ziehen sich von ihrem Partner zurück, weil sie ihrem eigenen Körper nicht mehr vertrauen und er in gewisser Weise fremd geworden ist. Viele Männer fürchten sich vor Erektionsproblemen und Frauen haben oft große Angst davor, dass der Partner sie nun nicht mehr attraktiv findet.

Treten partnerschaftliche und sexuelle Probleme im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung auf, trauen sich die wenigsten Patienten, dieses Thema auch offen bei ihrem behandelnden Arzt anzusprechen. Die Probleme werden verschwiegen und die Betroffenen geben sich die Schuld, oder die Partner machen sich gegenseitig Vorwürfe. Ein solches Verhalten ist durchaus verständlich, es löst aber die Problematik nicht. Dem behandelnden Arzt, dem in anderen Dingen ja auch das Vertrauen geschenkt wird, sollte auch in diesem Punkt vertraut werden. Für die meisten sexuellen Beschwerden, die Folge einer Krebserkrankung oder ihrer Therapie sind, gibt es nämlich Hilfe. Auch wenn diese rein psychisch bedingt sind, also keinerlei körperliche Einschränkungen vorhanden sind, kann es sehr hilfreich sein, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies geschieht dann in Form einer psychologischen Betreuung.

Sowohl bei körperlichen als auch psychischen Ursachen einer gestörten Partnerschaft und Sexualität kann es wichtig sein, den Partner einzubinden. Gespräche mit dem Arzt sollten also ruhig im Beisein des anderen geführt werden. Auch bei einer psychologischen Betreuung kann es sehr hilfreich sein, den Partner in die Sitzungen mit einzubeziehen. Immerhin betreffen die Probleme ja auch beide Menschen.

Lydia Köper

25.07.11

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