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Hilfsmittel bei Hodenkrebs

Wie für viele verschiedene Krebserkrankungen stehen auch beim Hodenkrebs Hilfsmittel zur Verfügung.

BelleMedia/Shutterstock

Wie für viele verschiedene Krebserkrankungen stehen auch beim Hodenkrebs Hilfsmittel zur Verfügung, die bei bestimmten Problemen eingesetzt werden können. Das Spektrum reicht dabei von Medikamenten bis zu Prothesen.

Testosteronmangel nach Hodenkrebs

Müssen beide Hoden eines Patienten bei der Therapie des Hodenkrebses komplett entfernt werden, ist die körpereigene Testosteronproduktion herabgesetzt, da sie im Hoden stattfindet. In einem solchen Fall muss Testosteron dem Körper von außen zugeführt werden. Dazu stehen heute verschiedene Präparate zur Verfügung, zum Beispiel Gele, Pflaster, Tabletten oder Depotspritzen. Mithilfe dieser Präparate ist es nach einer Therapie von Hodenkrebs möglich, Testosteronwerte zu erreichen, die dem normalen Blutspiegel eines Menschen mit gesunden Hoden entsprechen.

Das Einfrieren von Spermien vor der Hodenkrebstherapie

Ist die Familienplanung noch nicht abgeschlossen, sollten sich Patienten mit Hodenkrebs überlegen, vor Beginn der Therapie Sperma einfrieren zu lassen. Insbesondere bei einer Strahlen- oder einer Chemotherapie kann es zu Nebenwirkungen in Bezug auf die Spermienproduktion kommen. Wird Sperma vor der Therapie von Hodenkrebs eingefroren, kann es im Falle einer tatsächlichen Zeugungsunfähigkeit und einem späteren Kinderwunsch dann für eine künstliche Befruchtung eingesetzt werden. Wenn in der Samenflüssigkeit keine Spermien vorhanden sind, besteht die Möglichkeit einer operativen Spermienentnahme direkt aus dem Hoden, der sogenannten testikulären Spermienextraktion.

Häufig sind es Ärzte für Männerheilkunde (Andrologen) oder Kinderwunschzentren, die auf das Einfrieren von Samenzellen spezialisiert sind. Es ist empfehlenswert, die Krankenkasse nach einer Kostenübernahme zu fragen, wenn auch die meisten von Hodenkrebs Betroffenen die Kosten selbst tragen müssen. Eventuell besteht die Möglichkeit, im Gespräch eine Ausnahmeregelung durchzusetzen.

Hodenprothesen nach der Therapie von Hodenkrebs

Manche Männer mit Hodenkrebs sind mit der Veränderung ihres Aussehens durch die Entfernung eines Hodens unglücklich – sie fühlen sich nicht mehr als vollwertiger Mann, da etwas an ihrem Körper fehlt. Ob jemand eine Hodenprothese nutzen möchte, ist eine individuelle Entscheidung, die jeder selbst für sich treffen muss. Hodenprothesen sehen in der Regel wie ein gesunder Hoden aus und fühlen sich auch so an, hergestellt werden sie in der Regel aus Silikon. Bei der Entfernung eines Hodens während der Therapie von Hodenkrebs wird der Hoden an sich entnommen, nicht aber der Hodensack, in dem er sich befindet. Daher besteht die Möglichkeit, in den verbliebenen Hodensack eine Hodenprothese zu implantieren. So kann die Optik zweier intakter Hoden wieder hergestellt werden. Das Einsetzen der Prothese kann meist unmittelbar nach Entfernung des Hodens geschehen. Ist eine anschließende Chemotherapie im Zuge der Behandlung des Hodenkrebses geplant, empfiehlt es sich, damit zu warten und die Prothese erst nach Abschluss der Behandlung einzusetzen. Durch den Eingriff entsteht eine kleine Narbe, die aber meist von Schamhaar verdeckt wird und so kaum sichtbar ist. Ein generelles Risiko des Implantierens einer Hodenprothese ist das Auftreten von Entzündungs- oder Abstoßungsreaktionen des Körpers. Durch verbesserte Materialien treten derartige Probleme immer seltener auf. Wer sich während einer Therapie von Hodenkrebs für eine Hodenprothese interessiert, sollte den behandelnden Arzt darauf anzusprechen und sich von ihm informieren und beraten zu lassen.

Lydia Köper

15.02.12

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