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Leben mit Hodenkrebs

Die Diagnose Hodenkrebs stellt einen massiven Einschnitt im Leben der Betroffenen dar.

Galina Barskaya/Shutterstock

Die Diagnose Hodenkrebs ist ein massiver Einschnitt im Leben der meisten Betroffenen. Das bisherige Leben, die Ziele und die Zukunft scheinen plötzlich infrage gestellt. Es entstehen Sorgen, wie die Hodenkrebserkrankung weiter verlaufen und ob eine Therapie des Hodenkrebses gut ansprechen wird. Die Betroffenen wissen häufig nicht, wie sie nun mit anderen Menschen umgehen sollen, wie die Rückkehr in den Alltag nach erfolgter Behandlung von Hodenkrebs vorgenommen wird und wie sie den Umgang mit der eigenen Krankheit und dem eigenen Leben nun gestalten sollen. Handelt es sich bei dem diagnostizierten Krebs um einen Hodenkrebs, werden meist automatisch weitere Fragen aufgeworfen, die sich um die eigene Sexualität drehen. Die Betroffenen haben Angst, dass sich die eigene Sexualität durch den Hodenkrebs verändern wird – was Auswirkungen auf das eigene Selbstwertgefühl haben kann. Auch das Zusammenleben mit einem Partner oder der Familie kann durch die Diagnose Hodenkrebs stark belastet sein.

Leben mit der Diagnose Hodenkrebs

Wer die Diagnose Hodenkrebs bekommt, wird meist zunächst erschüttert sein und vieles infrage gestellt sehen. Es ist wichtig, sich nichts von der Krankheit diktieren zu lassen. Das Leben bleibt das eigene, und man ist dennoch die Person, die es gestaltet – ob mit der Hodenkrebserkrankung oder ohne. Auch wenn es kein Pauschalrezept für den richtigen Umgang mit einer Diagnose Hodenkrebs gibt, so sollte jeder Betroffene sich aktiv darum bemühen, einen Weg für sich mit der Krankheit zu finden. Dazu gehört, das Leben trotz der anfänglichen Niedergeschlagenheit wieder selbst in die Hand zu nehmen. Sich zu verkriechen und sich von dem Hodenkrebs bestimmen zu lassen, ist in der Regel keine Lösung, ebenso wenig ein Verdrängen und Verschweigen der Hodenkrebserkrankung. Um den Kampf gegen den Hodenkrebs aufzunehmen, ist ein gewisses Maß an Offensive und Offenheit hilfreich. Die Erkrankung Hodenkrebs betrifft nicht nur einen selbst, sondern auch die Familie und Angehörigen – auch für sie ist die Diagnose nicht einfach. Wichtig ist, dass Menschen nicht allein mit ihren Ängsten und Sorgen nach einem solch schweren Schicksalsschlag dastehen. Geholfen werden kann, wenn sich jemand helfen lässt und seine Ängste und Sorgen anspricht.

Das Leben nach der Therapie von Hodenkrebs

Auch nach einer erfolgreichen Therapie bei Hodenkrebs ist nicht alles wieder wie vor der Krebsdiagnose. Die Rückkehr in den Alltag ist oft nicht leicht. Die meisten Menschen sind nach einer Krebstherapie sowohl körperlich als auch seelisch stark belastet. Aus diesem Grund ist häufig eine medizinische und psychoonkologische Nachbetreuung der Patienten erforderlich. Insbesondere der Organverlust beim Hodenkrebs kann das Selbstwertgefühl eines Mannes einschränken. Eine Form der Nachbetreuung bei Hodenkrebs kann hier Hilfe bei der Verarbeitung der eigenen Krankheit bieten. Patienten sollten sich daher nicht scheuen, ihre Probleme, Ängste und Sorgen über die eigene Zukunft schon während der Hodenkrebstherapie anzusprechen. Es gehört zu den Aufgaben eines Arztes, den Patienten zu begleiten und gemeinsam mit ihm Probleme zu lösen. Sind darüber hinausgehend Beratungen erforderlich, können beispielsweise Sozialdienste oder psychoonkologische Beratungsstellen kontaktiert werden. Im Allgemeinen besteht die Möglichkeit, direkt im Anschluss an die Therapie von Hodenkrebs eine Anschlussheilbehandlung oder innerhalb des ersten Jahres nach Therapieende eine Rehabilitation durchzuführen.

Lydia Köper

15.02.12

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