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Chirurgie bei Krebs

Chirurgie bei Krebs

Carlos Arranz/Shutterstock

Eine Operation bei Krebs ist oft unumgänglich. Die chirurgischen Eingriffe zielen darauf ab, die Krebszellen beziehungsweise den Tumor vollständig und dauerhaft zu vernichten. Eine Heilung durch Operationen wird meist dann erreicht, wenn der Krebs noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Mediziner entscheiden sich meist gegen eine Operation, wenn dadurch lebenswichtige Organe zerstört würden. Bei Leukämie und Lymphdrüsenkrebs führt man in der Regel keine Operation durch. Gilt ein Tumor als operabel, so kommen für die chirurgische Entfernung des bösartigen Gewebes unterschiedliche Operationstechniken infrage: Neben der konventionellen offenen Operation gibt es auch meist für den Patienten schonendere Methoden wie beispielsweise die Laparoskopie, bekannt als Knopfloch- oder Videochirurgie.

Knopfloch- oder Videochirurgie

Bei diesem minimal-invasiven Eingriff werden in die Haut (meist in der Bauchhöhle) fünf bis zehn Millimeter kleine Einschnitte vorgenommen, durch eine kleine Videokamera, eine Lichtquelle und Operationsinstrumente in die von Krebszellen befallene Körperregion eingeführt werden. Die Kamera überträgt die Bilder fast 20-fach vergrößert auf einen Bildschirm. Damit hat der Arzt während der Operation eine gute Sicht auf die betroffene Stelle. Mithilfe dieses chirurgischen Verfahrens kann der Tumor meist genau entfernt werden. Außerdem können durch die Knopflochchirurgie unter Umständen große Schnitte und starke Schmerzen nach der Operation vermieden werden, sodass sich Patienten sehr schnell regenerieren können. Sie können das Krankenhaus bereits wenige Tage nach dem Eingriff verlassen. Angewandt wird die Knopflochchirurgie unter anderem bei Prostatakrebs. Auch bei anderen Tumorerkrankungen hat sich die Knopflochchirurgie als Standardoperation bewährt.

Chirurgische Verfahren bei Brustkrebs

Erkranken Frauen an Brustkrebs, müssen sich nicht alle einer radikalen Brustoperation unterziehen. Früher wurde in der Regel die gesamte Brust amputiert. Mittlerweile werden meist brusterhaltende Operationen durchgeführt, bei denen der Tumor sowie gesundes Gewebe in unmittelbarer Nähe des Tumors entfernt werden. Voraussetzungen für die brusterhaltende Operation sind, dass der Tumor nicht zu groß ist und der Krebs nicht gestreut hat. Außerdem muss ein günstiges Volumenverhältnis von Brust und Tumor vorliegen und alle Krebszellen sollten vollständig vernichtet werden können. In wenigen Fällen (wenn beispielsweise an mehreren Stellen Tumorherde festgestellt worden sind oder das Körpergewebe um den Krebs entzündet ist) ist ein brusterhaltender Eingriff nicht zielführend.

Chirurgische Verfahren bei unterschiedlichen Krebsarten

Bei Darmkrebs werden Lebermetastasen zum Beispiel auch durch moderne Operationstechniken wie dem Ultraschallmesser oder dem intraoperativen Ultraschall herausgeschnitten. In einigen Fällen wird die sog. Radiofrequenzablation (RFA) angewandt. Bei diesem Verfahren findet die Vernichtung der Geschwulste in der Regel mit computertomografisch eingeführten Sonden statt. Haben Lebertumoren eine bestimmte Größe nicht überschritten, operiert man sie meist minimal-invasiv. Bösartige Tumoren im Mastdarm werden – wenn sie sich im Frühstadium befinden – meist ohne großen Bauchschnitt und ohne Anlegen eines künstlichen Darmausganges durch die Transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) abgetragen. Dabei wird der Mastdarmkrebs mithilfe eines Spezialinstrumentes durch den Anus operiert.

Chirurgische Verfahren beim hellen Hautkrebs

Heller Hautkrebs wird durch unterschiedliche chirurgische Verfahren behandelt: beispielsweise durch die sog. Kürettage. Dabei handelt es sich um das oberflächliche Abschaben der Haut mit einem scharfrandigen kleinen, löffelähnlichen Instrument.

Maria Zaffarana

16.12.11

Chirurgie
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