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Früherkennung von Krebserkrankungen

Je früher Krebs erkannt wird, desto größer ist die Chance, ihn dauerhaft zu besiegen.

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Ein entscheidendes Kriterium dafür, ob eine Krebserkrankung heilbar ist, ist das Stadium, in dem ein Tumor diagnostiziert wird. In einem frühen Stadium entdeckt, lassen sich die meisten Krebserkrankungen gut therapieren, während für späte Stadien die Heilungschancen bei Krebs absinken. Je früher Krebs erkannt wird, desto größer ist die Chance, ihn dauerhaft zu besiegen. Da viele Krebsarten in frühen Stadien keinerlei oder nur wenige, unspezifische Beschwerden verursachen, bleiben sie häufig lange Zeit unbemerkt. Um dieses Problem zu umgehen, wurden für bestimmte Krebsarten Methoden zur Früherkennung etabliert. Sie konnten zum Teil in das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm umgesetzt werden und sind somit für den Patienten kostenlos.

Die gesetzliche Krebsfrüherkennung

Die gesetzliche Krebsfrüherkennung besteht nicht für alle Krebsarten. Für einige Krebserkrankungen konnten aber Tests entwickelt werden, die kostenlos für den Patienten sind und von den Krankenkassen finanziert werden. Die Teilnahme an einem solchen Krebsfrüherkennungsprogramm ist empfehlenswert, da bei einer rechtzeitigen Erkennung heute etwa 50 % der Krebserkrankungen geheilt werden können, für bestimmte Krebsarten liegt diese Quote höher. Die Teilnahme ist freiwillig – wer aus persönlichen Gründen nicht am Krebsfrüherkennungsprogramm teilnehmen möchte, hat meist keine späteren Nachteile bei der Versicherung oder der ärztlichen Behandlung zu erwarten. Das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm besteht derzeit für Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Hautkrebs. Wer regelmäßig an den angebotenen Untersuchungen teilnimmt, ist dennoch nicht davor geschützt, dass andere Krebserkrankungen auftreten und erst in späten Stadien erkannt werden.

Krebsfrüherkennung für Frauen

Um Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig zu diagnostizieren, kann ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich eine Untersuchung des inneren und äußeren Genitales durchgeführt und ein Abstrich des Gebärmuttermundes und des Gebärmutterhalses analysiert werden. Zum Krebsfrüherkennungsprogramm bei Brustkrebs zählt eine einmal jährlich stattfindende Abtastung der Brüste und Achselhöhlen mit einer Anleitung zur Brustselbstuntersuchung. Ab dem 50. bis zum einschließlich 69. Lebensjahr erfolgt alle zwei Jahre eine Mammografie.

Krebsfrüherkennung für Männer

Die Krebsfrüherkennung für den Mann gilt für Prostatakrebs. Ab dem 45. Lebensjahr werden einmal jährlich eine Abtastung der Prostata vom Enddarm aus und eine Untersuchung des äußeren Genitales angeboten.

Krebsfrüherkennung für Frauen und Männer

Neben den geschlechtsspezifischen Krebsfrüherkennungen bestehen weitere Untersuchungen, an denen sowohl Frauen als auch Männer teilnehmen können. Zum gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm gehören Analysen auf Hautkrebs und Darmkrebs. Ab dem 35. Lebensjahr wird alle zwei Jahre eine gezielte Befragung nach Hautveränderungen durchgeführt. Zudem erfolgt eine Inspektion des gesamten Körpers auf das Vorkommen von Hautkrebs. Zur Krebsfrüherkennung von Dickdarmkrebs wird ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich ein Test auf verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl durchgeführt. Ab dem 55. Lebensjahr kann einmalig eine Koloskopie (Dickdarmspiegelung) durchgeführt werden. Für das weitere Vorgehen zur Früherkennung von Darmkrebs stehen zwei Alternativen zur Auswahl. Nach zehn Jahren kann entweder eine weitere Koloskopie durchgeführt werden, oder es wird alle zwei Jahre auf verborgenes Blut im Stuhl getestet.

Lydia Köper

17.01.12

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