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Kostenübernahme der Rehabilitation

Für die Kostenübernahme einer Rehabiltation kommen mehrere Rehabilitationsträger infrage

Stuart Miles/Shutterstock

Wer übernimmt die Kosten einer Rehabilitation?

Ganz einfach ist die Frage nicht zu beantworten, wer in Deutschland die Kosten für eine Rehabilitation übernimmt, da mehrere sog. Rehabilitationsträger infrage kommen. Im Einzelfall kann es zu Unklarheiten zwischen den Trägern kommen, wer die Kosten einer Rehabilitation in einem konkreten Fall zu übernehmen hat. Der Gesetzgeber hat Regeln erlassen, damit solche Unklarheiten die Prüfung des möglichen Rehabilitationsanspruchs eines Patienten nicht unnötig verzögern.

Rehabilitationsträger in Deutschland

  • Die Gesetzliche Rentenversicherung übernimmt Kosten der Rehabilitation beispielsweise, wenn Maßnahmen verhindern, dass ein Patient vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheidet.
  • Die Bundesagentur für Arbeit fördert speziell die Eingliederung behinderter Menschen ins Berufsleben.
  • Die Gesetzliche Unfallversicherung übernimmt Rehabilitationskosten zum Beispiel bei einer anerkannten Berufskrankheit eines Patienten.
  • Die gesetzliche Krankenkasse wird als Rehabilitationsträger aktiv, wenn die Reha-Maßnahmen dazu dienen, eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit zu beseitigen, zu vermeiden oder ihren Grad zu reduzieren.
  • Öffentliche Jugendhilfe und Sozialhilfe gelten als nachrangige Rehabilitationsträger und greifen unter Umständen dann, wenn ein Patient eine Rehabilitation nicht selbst finanzieren kann und keiner der vorab genannten Rehabilitationsträger die Kosten der Rehabilitation übernimmt.

Zuständigkeit der Rehabilitationsträger

Die Zuständigkeit der Rehabilitationsträger ist nicht immer völlig trennscharf geregelt. Die Rehabilitationsträger haben die Pflicht, eingehende Anträge auf Kostenübernahme zu prüfen und gegebenenfalls innerhalb von zwei Wochen an den passenden Rehabilitationsträger weiterzuleiten, wenn sie selbst nicht zuständig sind.

Laut eines Urteils des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz vom 16. August 2011 darf ein Rehabilitationsträger, an den ein Antrag auf Kostenübernahme bei einer Rehabilitation von einem anderen Rehabilitationsträger weitergeleitet wurde, diesen Antrag nicht zurückleiten oder an einen dritten Träger übergeben. Damit sollen Patienten davor geschützt werden, zu Leidtragenden bei Zuständigkeitsstreitereien der Träger zu werden.

Eine trägerübergreifende Beratung zur Kostenübernahme bei einer Rehabilitation bieten regionale Servicestellen. Eine Auflistung solcher Servicestellen existiert beispielsweise auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung.

Beispielweg zur Kostenübernahme

Bei der möglichen Kostenübernahme der Krankenkassen für eine Rehabilitation führt der erste Weg des Patienten in der Regel zum behandelnden Arzt. Der Arzt prüft, ob eine Rehabilitationsmaßnahme notwendig ist und muss zu den verordnungsberechtigten Ärzten in Deutschland gehören, damit seine Prüfung anerkannt wird. Die jeweilige Krankenkasse prüft den Antrag dann ihrerseits und sucht dabei eventuell Unterstützung beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Gegen einen möglicherweise ablehnenden Bescheid der Krankenkasse kann der Antragsteller Widerspruch einlegen.

Ansgar Sadeghi

06.02.12

Kostenübernahme
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