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Diagnosen/Untersuchungen bei Krebs

Eine besondere Bedeutung bei der Diagnostik von Krebserkrankungen kommt den Tomografien zu.

T-Design/Shutterstock

Der Untersuchungsverlauf bei einem Verdacht auf Krebs ist zunächst nicht anders wie bei anderen Erkrankungen auch. Der Arzt führt zunächst die Anamnese durch, das Patientengespräch. Dort kann der Patient seine Beschwerden schildern und der Arzt erste Anhaltspunkte über eine mögliche Krebserkrankung gewinnen. Durch gezielte Fragen des Arztes kann eine weitere Eingrenzung der möglichen Krebserkrankungen erfolgen. Im Anschluss an die Anamnese erfolgt in der Regel eine körperliche Untersuchung, bei der im Allgemeinen besonderes Augenmerk auf die Region des Körpers gelegt wird, in der die Beschwerden auftreten. Große Tumoren können oftmals bereits durch Abtasten gespürt werden. Durch eine solche Untersuchung kann allerdings nicht bestimmt werden, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Liegt ein bösartiger Tumor vor, muss u. a, herausgefunden werden, aus welchen Zellen er hervorgegangen ist, in welchem Krebsstadium er sich befindet und wie groß er ist.

Bildgebende Verfahren bei Krebs

Um auch kleine Tumoren aufspüren zu können und die genaue Ausdehnung und Lage zu bestimmen, sind bildgebende Verfahren in der Tumordiagnostik unerlässlich. Bei bestimmten Krebsarten ist eine Röntgenuntersuchung gut geeignet, um Tumoren oder Metastasen aufzuspüren. Dazu kann die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich sein. Für die Diagnostik bei manchen Krebsarten wurden zudem spezielle Röntgenverfahren entwickelt, wie die Mammografie für die Brustkrebsdiagnostik. Während sich manche Organe, z. B. die Lunge, im Röntgenbild gut darstellen lassen, ist für andere die Bildgebung mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) sinnvoller. Dies gilt beispielsweise für Krebs in der Leber und der Bauchspeicheldrüse.

Eine besondere Bedeutung bei der Diagnostik von Krebserkrankungen kommt den Tomografien zu, die eine schichtweise Analyse des menschlichen Körpers ermöglichen. Dies sind vor allem die Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT), oder auch die Positronen-Emissions-Tomografie (PET).

Die CT ist eine Röntgenuntersuchung, bei der der Strahler um den Körper rotiert, sodass Schnittbilder entstehen. Sie können am Computer zu dreidimensionalen Abbildungen zusammengesetzt werden. Die CT ermöglicht quasi einen Blick in das Innere des Körpers, ohne dass dieser aufgeschnitten werden muss. Ähnlich verhält es sich mit der MRT, auch wenn ihr ein anderes Verfahren zugrunde liegt. Die MRT arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit starken Magnetfeldern. Die PET wird heute meist in Kombination mit einer CT eingesetzt. Sie ermöglicht die Darstellung besonders stoffwechselaktiver Bereiche des Körpers, die sich durch die parallel durchgeführte CT dann genau lokalisieren lassen. Tumoren sind meist besonders stoffwechselaktiv und daher mit der PET darstellbar. Die PET ist eine Sonderform der Szintigrafie, bei der generell radioaktive Strahlung zur Bildgebung eingesetzt wird.

Biopsie bei Krebs

Bei einer Biopsie bei Verdacht auf Krebs handelt es sich um die Entnahme von Gewebeproben, die aufgearbeitet und am Mikroskop feingeweblich untersucht werden. Mit einer Biopsie lässt sich in der Regel nachweisen, welcher Zelltyp eines Organs entartet ist und den Tumor ausgebildet hat. Auch bestimmte Eigenschaften, die für die Auswahl des Therapieverfahrens wichtig sind, können so analysiert werden. So kann an Tumorgewebe eines Brustkrebses beispielsweise untersucht werden, ob es hormonempfindlich ist. Biopsien und die anschließende feingewebliche Untersuchung der Proben stellen ein wichtiges diagnostisches Verfahren beim Erkennen von Krebs und seines Ausmaßes dar, da sie einen Erkenntnisgewinn ermöglichen, den andere Verfahren nicht leisten können.

Lydia Köper

17.01.12

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