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Was ist Krebs?

Jede Art von Zellen des Körpers kann theoretisch entarten und einen bösartigen Tumor bilden.

Andresr/Shutterstock

Der Begriff Krebs bezeichnet eine Krankheit, bei der Zellen des Körpers entarten. Dieser Entartung liegen genetische Veränderungen, also Veränderungen des Erbguts der Zellen, zugrunde. Bei Krebs verleihen sie ihnen die Fähigkeit zu einer unkontrollierten Vermehrung, während Wachstum, Reifung und Teilung von normalen Zellen des Körpers streng reguliert sind. Dadurch kommt es zur Bildung einer Geschwulst. Im Verlauf ihres Wachstums können Krebszellen in gesundes Gewebe einwachsen und so die normalen Zellen und die Gewebefunktion zerstören. Schließlich kann es passieren, dass der Krebs Absiedlungen bildet und sich so in andere Organe des Körpers ausbreitet.

Der Begriff Tumor meint nicht immer Krebs

Häufig wird, wenn der Begriff Tumor fällt, sofort an Krebs gedacht. In der Umgangssprache wird das Wort Tumor tatsächlich häufig als Synonym zu Krebs verwendet. Medizinisch ist dies allerdings nicht so – wenn ein Arzt von einem Tumor spricht, heißt dies nicht, dass der Betroffene auch an Krebs erkrankt ist. Übersetzt bedeutet das Wort Tumor Schwellung oder Verhärtung, und mehr ist im medizinischen Sinne auch nicht gemeint. Ärzte verwenden den Begriff für sämtliche Formen von Schwellungen. Diese müssen nicht zwingend mit Krebs in Verbindung stehen, sondern können beispielsweise auch durch eine Entzündung oder einen Bluterguss hervorgerufen worden sein. Steht eine Schwellung nicht mit einer Krebserkrankung in Verbindung, so spricht man von einem gutartigen oder benignen Tumor. Dazu zählen Muttermale, Fettgeschwulste (Lipome), Gefäßgeschwulste (Hämangiome) und Muskelzellgeschwulste (Myome). Sie können unter Umständen dann gefährlich werden, wenn sie zum Beispiel durch ihr Wachstum auf lebenswichtige Organe wie z. B. das Gehirn oder das Rückenmark drücken. Um Krebs handelt es sich dann, wenn der Arzt von einem bösartigen oder malignen Tumor spricht. Bei Krebs beschreibt der Begriff „bösartig“, dass der Tumor aggressiv wächst – der Krebs breitet sich im Körper aus und zerstört gesundes Gewebe.

Krebsarten

Jede Art von Zellen des Körpers kann theoretisch entarten und einen bösartigen Tumor bilden. Aus diesem Grund sind heute viele verschiedene Arten von Krebserkrankungen bekannt, die in den meisten Fällen nach dem Organ benannt sind, dem die entarteten Zellen entstammen. Entsprechend bilden entartete Zellen in der Leber einen Leberkrebs und solche der Lunge einen Lungenkrebs.

Grundsätzlich werden medizinisch bei Krebs zwei Formen bösartiger Tumoren unterschieden, die soliden Tumoren und die bösartigen Hämoblastosen. Bei den soliden Tumoren handelt es sich um feste, harte Tumoren. Die Hämoblastosen hingegen entstehen aus Zellen des Blutes oder der blutbildenden Organe und sind daher nicht solide. In diese Kategorie fällt beispielsweise Blutkrebs, die Leukämie.

Häufigkeit von Krebserkrankungen

Krebs ist nicht die häufigste Todesursache in Deutschland – an Herz-Kreislauferkrankungen sterben deutlich mehr Menschen. Dennoch wird eine Krebsdiagnose in der Bevölkerung meist mit Hoffnungslosigkeit und Unheilbarkeit in Verbindung gebracht. Berücksichtigt man aber, dass die Menschen heute älter werden als noch vor 20 Jahren, so ist die altersstandardisierte Krebssterblichkeit in Deutschland dank wissenschaftlicher Fortschritte in der Krebsforschung rückläufig.

Im Jahr 2006 erkrankten nach Schätzungen der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. und des Robert Koch-Instituts ca. 426.800 Menschen neu an Krebs. Dies sind etwa 9.700 Krebskranke weniger als im Jahr 2004.

Lydia Köper

17.01.12

Krebs allgemein
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