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Nebenwirkungen von Krebstherapien

Ein Haarausfall am ganzen Körper ist für eine Chemotherapie charakteristisch.

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Die bei einer Krebstherapie eingesetzten Verfahren sind meist nicht ohne Nebenwirkungen. Manche der möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen hängen von der jeweiligen Krebsart ab, die behandelt wird, während andere auf das Krebstherapieverfahren zurückzuführen sind und nicht mit dem betroffenen Organ oder der Region des Tumors in Zusammenhang stehen. Auch Nebenwirkungen von Krebstherapien unterliegen zudem individuellen Faktoren. Ob sie auftreten, in welcher Intensität sie dies tun und inwieweit die Krebspatienten dadurch die eigene Lebensqualität eingeschränkt sehen, kann sehr unterschiedlich sein.

Nebenwirkung einer Operation bei Krebs

Jede Operation beinhaltet bestimmte Risiken. So kann es beispielsweise zu einer Entzündung oder Komplikationen der Wundheilung kommen. Neben diesen generellen Risiken können auch spezifische Nebenwirkungen entstehen, die davon abhängen, welche Krebsart operiert wurde, wie groß und ausgedehnt der Tumor war und in welchem Stadium er sich befand. Da jedes Organ im Körper eine bestimmte Funktion erfüllt, ist damit zu rechnen, dass die komplette oder teilweise Entfernung eines Organs nicht ohne Auswirkung bleibt. Wie gravierend auftretende Nebenwirkungen sind, hängt sowohl vom Organ als auch vom Umfang des Eingriffes ab.

Bei Krebserkrankungen werden bei einer operativen Entfernung eines Tumors in der Regel auch die lokalen Lymphknoten entfernt. Beginnen erste Krebszellen abzusiedeln, so befallen sie häufig die nächstgelegenen Lymphknoten. Durch die Entfernung der Lymphknoten kann ein Lymphödem auftreten, eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit zwischen den Zellen, die sich in einer Schwellung zeigt.

Strahlentherapie bei Krebs

Wird eine Strahlentherapie bei Krebs extern, also von außen, durchgeführt, so muss die Strahlung durch die Haut in den Körper eindringen, um den Tumor zu treffen. Dies bleibt meist nicht ohne Folgen für die Haut. Sie kann sich röten und anschwellen und somit Symptome ähnlich eines Sonnenbrandes zeigen. Dank neuester Bestrahlungstechniken sind dauerhafte Hautschäden selten geworden, in der Regel erholt sich die Haut nach Ende der Therapie wieder. Weitere Nebenwirkungen hängen meist davon ab, in welchem Bereich des Körpers die Bestrahlung durchgeführt wird. Da eine Strahlentherapie das Erbgut schädigt, besteht das Risiko, dass durch die Therapie eine erneute Krebsentstehung hervorgerufen wird.

Chemotherapie bei Krebs

Im Vergleich zu einer Strahlentherapie treten bei einer Chemotherapie bei Krebs vermehrt Nebenwirkungen auf. Dies ist durch die Form der Behandlung begründet, da eine Strahlentherapie lokal, eine Chemotherapie aber systemisch im ganzen Körper wirkt. Die Zytostatika, die bei einer Chemotherapie verabreicht werden, schädigen alle sich teilenden Zellen im Körper. Entsprechend treten Nebenwirkungen in Verbindung mit all den Geweben und Zellen auf, die einer regelmäßigen Erneuerung unterliegen.

Betroffen ist in erster Linie das blutbildende System. Entsprechend der drei Hauptfunktionen der verschiedenen Blutzellen können Immunstörungen, Anämien (Blutarmut) und Blutgerinnungsstörungen auftreten. Ein Haarausfall am ganzen Körper ist für eine Chemotherapie charakteristisch. Ist diese Form der Krebstherapie beendet, wachsen die Haare meist wieder nach und auch die Blutbildung erholt und normalisiert sich meist. Auch die Schleimhäute können von der Therapie betroffen sein. Langfristige Schäden sind aber in der Regel nicht zu erwarten. Die häufig in Zusammenhang mit einer Chemotherapie bei einer Krebserkrankung auftretende Übelkeit lässt sich in der Regel medikamentös behandeln und oftmals unterdrücken.

Lydia Köper

17.01.12

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