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Lebensqualität bei Krebs

Graça Victoria/Shutterstock

Das psychische Wohlbefinden kann sich auch auf das Selbstbewusstsein und auf die Lebensqualität von Krebspatienten auswirken. Wer sich trotz körperlicher Beschwerden im „seelischen Gleichgewicht“ befindet, hat oft bessere Chancen, den Krebs zu verarbeiten und zu überwinden. Einigen Betroffenen hilft es, sich während ihrer Krebstherapie auch psychoonkologisch behandeln lassen. Viele Patienten können – bedingt durch ihre Erkrankung – unter Depressionen, Ängsten und Panikattacken leiden. Ihre Lebensqualität kann daher und durch die Nebenwirkungen der Krebstherapie eingeschränkt sein. Erschöpfung, Müdigkeit, Übelkeit, Schmerzen – diese Begleiterscheinungen können den Alltag schwerer gestalten lassen. Diese psychischen und physischen Beschwerden können dazu führen, dass sich Krebspatienten zurückziehen. Sie können sich aus dem gesellschaftlichen Leben ausschließen und nur noch mit ihrer Krankheit beschäftigen. In diesem Fall reicht eine medikamentöse Behandlung der körperlichen Symptome oft nicht aus, um die Lebensqualität zu steigern. Die psychischen Probleme der Betroffenen sollten berücksichtigt und gegebenenfalls therapiert werden.

Gesprächstherapie mit Psychoonkologen kann helfen

Das Gespräch mit einem Psychoonkologen kann ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität sein. Sich mit einem Spezialisten über die Krebserkrankung zu unterhalten, kann bei der Bewältigung der Krankheit helfen, weil sich Betroffene so mit dem Ausmaß ihrer seelischen Belastungen auseinandersetzen können. In der Gesprächstherapie haben sie die Möglichkeit, etwas „loszuwerden“ und erhalten gleichzeitig Feedback. Sie erfahren sachgerechte Informationen über ihre individuelle Situation, über Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen. Psychoonkologen versuchen, dass Betroffene die Krankheit akzeptieren lernen. Sie versuchen Wege aufzeigen, wie Patienten auch mit den krankheitsbedingten Einschränkungen oder Verlusten (zum Beispiel bei einer Brustamputation) umgehen können.

Positive Lebenseinstellung

Zur Lebensqualität eines Menschen gehört auch das Gefühl, sich frei und selbstständig im Alltag behaupten zu können. Krebspatienten können aufgrund einer Operation-, Chemo- oder Strahlentherapie körperlich eingeschränkt sein, sodass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Im Rahmen einer psychoonkologischen Therapie sowie im Rahmen eines Rehaufenthaltes soll den Betroffenen wieder zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung verholfen werden. Krebspatienten sollten trotz der Handicaps versuchen, wieder am sozialen Leben teilzunehmen. Ihr Alltag sollte nicht nur von der Krankheit bestimmt werden. So kann sich beispielsweise ein kleiner Ausflug mit der Familie in die Natur, ein Restaurant- oder Kinobesuch positiv auf Körper und Seele auswirken und so zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Auch Treffen mit Freunden können von der Krankheit ablenken. Der Kontakt zu Arbeitskollegen kann den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. (Neue) Hobbys, Sport oder Reisen können die Lebensqualität ebenfalls steigern.

Lebensqualität aktiv steigern

Psychoonkologen z. B. können zur Steigerung der Lebensqualität auch Entspannungsübungen wie beispielsweise Autogenes Training anbieten. Auch kognitive Umstrukturierungsmaßnahmen können angewandt werden, um Betroffene wieder ins „normale“ Leben einzubinden. Dabei handelt es sich um eine Methode der Verhaltenstherapie, bei der negative Denkmuster und eine pessimistische Lebenseinstellung der Erkrankten umstrukturiert werden sollen. Imaginationsübungen können eingesetzt werden, um Depressionen und Ängste zu behandeln. Mit dieser Technik, bei der mit inneren Bildern gearbeitet wird, sollen emotional belastende Gefühle sowie Gedanken besser verarbeitet werden.

Maria Zaffarana

01.01.70

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