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Was ist Leberkrebs?

ANATOMIA3D/Shutterstock

Was ist Leberkrebs?

Bei Leberkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der sich in der Leber gebildet hat. Unterschieden werden können dabei zwei grundlegende Formen, der primäre und der sekundäre Leberkrebs. Von einem primären Leberkrebs spricht man, wenn er sich aus Zellen der Leber entwickelt hat. Ein sekundärer Leberkrebs liegt vor, wenn sich in einem anderen Organ aus den dort befindlichen Zellen ein Tumor entwickelt hat, der aber in die Leber gestreut und dort Metastasen gebildet hat.

Der Aufbau der Leber

Die Leber ist das größte innere Organ des menschlichen Körpers. Sie liegt im rechten Oberbauch direkt angrenzend an das Zwerchfell. In der Nähe befinden sich die Milz, die Bauchspeicheldrüse und der Magen. Bei einem erwachsenen Menschen wiegt die Leber zwischen 1,5 und 2 Kilogramm. Unterteilt wird sie in einen rechten und einen linken Leberlappen, wobei der rechte etwa zwei Drittel und der linke ein Drittel des Organs umfasst. Umgeben wird das Organ von einer bindegewebigen Kapsel, die als einziger Teil der Leber von feinen Nervenfasern umringt ist. Alle anderen Bereiche enthalten keine Nerven und reagieren daher bei Veränderungen auch nicht schmerzhaft. Dies geschieht erst dann, wenn die Kapsel betroffen ist. Das innere der Leber ist aus vielen kleinen Leberläppchen zusammengesetzt, die wiederum aus den eigentlichen Leberzellen bestehen.

Funktionen der Leber

Die Leber gehört zu den lebenswichtigen Organen des Körpers. Sie führt eine Vielzahl verschiedener Funktionen aus und ist daher für den Organismus nicht zu ersetzen. Zusammen mit der Niere entgiftet die Leber den menschlichen Körper. Aus dem Pfortadersystem, welches das venöse Blut der unpaaren Bauchorgane, wie z. B. dem Darm, dem Magen und der Milz, aufnimmt, gelangt das Blut in die Leber. Dort wird es von Schadstoffen befreit, die aus dem Darm in die Blutbahn gelangt sind. Dazu zählen Alkohol oder chemische Substanzen aus Medikamenten. Zudem wird in der Leber der rote Blutfarbstoff zu Bilirubin abgebaut.

Die Leber entgiftet aber nicht nur, sie hat auch eine zentrale Rolle bei der Verwertung bestimmter Nahrungsbestandteile. So wird Zucker in der Leber in Form von Glykogen gespeichert und bei Bedarf wieder freigesetzt. Auch bestimmte Eiweiße werden in der Leber produziert, z. B. die im Blut vorkommenden Proteine. Dazu zählen z. B. Albumin, welches eine Transportfunktion ausübt, und Komplementfaktoren, die Bestandteil des Immunsystems sind. Auch für die Fettverdauung ist die Leber wichtig, da es Leberzellen sind, die die Gallenflüssigkeit produzieren. Hergestellt wird pro Tag etwa ein Liter, der zur Speicherung über ein Gangsystem zur Gallenblase geleitet wird.

Weitere Funktionen der Leber sind die Speicherung von Eisen, welches für den Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen benötigt wird. Auch die Bildung von Ausgangsprodukten der Sexualhormone und auch der körpereigenen Fette finden in der Leber statt.

Häufigkeit von Leberkrebs

Bisher kam Leberkrebs in den westlichen Industrieländern eher selten vor, die Häufigkeit hat jedoch zugenommen – in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Heute sind es in Deutschland etwa 6.000 Personen jährlich, die an einem primären Leberkrebs erkranken. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

Lydia Köper

07.10.11

Leberkrebs
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