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Was ist eine Leukämie?

Leukämie wird auch Blutkrebs genannt

Chronis Chamalidis/Shutterstock

Was ist Leukämie?

Die Leukämie ist eine Krebserkrankung des Blutes. Die Bezeichnung Leukämie ist ein Oberbegriff, der verschiedene Formen der Krankheit umfasst. Eine Leukämie entsteht aufgrund einer fehlerhaften Entwicklung der weißen Blutkörperchen und kann somit verschiedene Zelltypen betreffen.

Das Blut

Im Körper eines erwachsenen Menschen befinden sich etwa 5 bis 6 Liter Blut. Das Blut erfüllt eine Vielzahl verschiedener Aufgaben: Es versorgt die Gewebe des Körpers mit Sauerstoff, Nährstoffen, Hormonen, Enzymen und Wärme. Außerdem transportiert es das aus Stoffwechselprozessen anfallende Kohlendioxid und andere Endprodukte aus den Geweben ab, um sie entweder zu speichern oder auszuscheiden. Die Zusammensetzung des Blutes ist, um all diese Funktionen ausführen zu können, genau festgelegt. Viele Krankheiten zeigen sich daher im Blutbild in einer Abweichung bestimmter Werte von festgelegten Normwerten. Aus diesem Grund hat die Erstellung eines Blutbildes einen hohen Stellenwert in der Diagnostik von Krankheiten.

Die Zusammensetzung

Etwa die Hälfte des Blutes besteht aus flüssigen Bestandteilen, dem sogenannten Blutplasma. Es enthält zu 90 % Wasser, darin gelöst sind verschiedene Proteine (Eiweiße). Die andere Hälfte besteht aus Zellen, wobei drei verschiedene Arten unterschieden werden können:

  • rote Blutkörperchen
  • weiße Blutkörperchen
  • Blutplättchen

Rote Blutkörperchen dienen dem Transport von Sauerstoff. Sie werden in den Lungenkapillaren mit Sauerstoff beladen und dann über den Blutfluss zu den verschiedenen Geweben transportiert. Dort wird der Sauerstoff abgegeben und im Gegenzug Kohlendioxid aufgenommen. Über die Blutbahn gelangen die roten Blutkörperchen zurück in die Lungenkapillaren, wo sie das Kohlendioxid an das Lungengewebe abgeben. So kann das Kohlendioxid abgeatmet werden. Rote Blutkörperchen sind der am häufigsten vorkommende Zelltyp des Blutes.

Weiße Blutkörperchen sind Zellen des Immunsystems. Sie übernehmen folglich Funktionen bei der Abwehr von eindringenden Krankheitserregern und der Eliminierung körpereigener Zellen. Bei letzteren kann es sich um natürlicherweise vorkommende alte, abgestorbene Zellen handeln, oder aber um entartete Zellen, also um Krebszellen. Weiße Blutkörperchen kommen generell nur in geringem Anteil im Blut vor. Ist ihre Anzahl erhöht, so kann dies ein Hinweis für eine Infektion sein. Weiße Blutkörperchen umfassen verschiedene Arten von Zellen, die Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten und NK-Zellen.

Blutplättchen haben eine Funktion in der Blutgerinnung. Sie sind also maßgeblich am Wundverschluss nach Verletzungen beteiligt und verhindern so einen Blutverlust.

Verschiedene Formen der Leukämie

Abhängig von der Zellart, die bei der Leukämie entartet ist und aus der der Krebs hervorgeht, werden verschiedene Formen unterschieden. Bei einer myeloischen Form der Leukämie sind es die Vorläuferzellen der Granulozyten, die betroffen sind, bei einer lymphatischen Form hingegen die der Lymphozyten. Entsprechend des Verlaufs der Leukämie werden von beiden Formen akute und chronische Ausprägungen unterschieden. Akute Leukämien sind dadurch gekennzeichnet, dass sich sehr rasch starke Symptome zeigen, während sie sich bei chronischen Leukämien nur langsam und schleichend entwickeln. Daher bleiben chronische Leukämien oft unerkannt. Eine Leukämie an sich äußert sich durch eher unspezifische Symptome. Die Leukämie Symptome sind also nicht charakteristisch für eine bestimmte Erkrankung, sondern können auf verschiedenste Krankheiten hindeuten. Nur durch eine genaue ärztliche Untersuchung kann eine Leukämie sicher diagnostiziert werden.

Lydia Köper

19.07.11

Leukämie
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