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Prävention von Leukämie

Konstantin Sutyagin/Shutterstock

Eine wirkliche Prävention einer Leukämie gibt es nicht. Bis heute sind keine Maßnahmen bekannt, die ergriffen werden können, um einer Leukämie vorzubeugen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die getan werden können, um das Erkrankungsrisiko möglichst gering zu halten. Zum einen sollten Risikofaktoren gemieden werden, die nachweislich die Entstehung einer Leukämie begünstigen. Zum anderen sollten grundsätzliche Lebensweisen eingehalten werden, um das generelle Krebsrisiko zu senken.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren, die nachweislich die Entstehung einer Leukämie begünstigen und die daher möglichst umgangen werden sollten, gehören:

  • radioaktive Strahlung und Röntgenstrahlung
  • bestimmte chemische Substanzen

Radioaktive Strahlung und Röntgenstrahlung

Es ist bekannt, dass radioaktive Strahlung die Entstehung akuter Leukämien fördern kann. Die Strahlung kann das Erbgut schädigen, weshalb vor allem die Zellen empfindlich reagieren könnten, die sich häufig teilen und entsprechend oft ihr Erbgut verdoppeln. Dazu gehören unter anderem die Zellen im Knochenmark, aus denen die verschiedenen Blutzellen hervorgehen – also die Zellen, die bei einer Leukämie verändert sind. Diese Erkenntnisse stammen aus Gebieten wie Hiroshima, in denen die Strahlenbelastung lange stark erhöht war. Inwieweit sich eine dauerhafte niedrige Strahlenbelastung auswirkt, ist unklar. Es wird angenommen, dass auch Röntgenstrahlung die Entstehung einer Leukämie begünstigen kann. Es existieren allerdings keine Grenzwerte, die beziffern, wie oft man sich röntgen lassen darf, ohne sein persönliches Erkrankungsrisiko zu steigern. Generell steht in einem solchen Fall die notwendige medizinische Untersuchung, die der Abwendung eines Schadens dient, über einem nicht genau zu beziffernden Krebsrisiko. Bei den meisten Leukämiepatienten lässt sich außerdem nicht feststellen, dass sie sich in ihrem Leben besonders oft Strahlen oder röntgenologischen Untersuchungen unterzogen haben.

Chemische Substanzen

Verschiedene chemische Substanzen können nachweislich die Entstehung einer Leukämie begünstigen. Zum einen sind Lösungsmittel wie Benzol dafür bekannt, weshalb sie heute möglichst wenig und nur noch unter besonderen Schutzbedingungen am Arbeitsplatz eingesetzt werden. Zum anderen fördern ausgerechnet solche Medikamente die Entstehung einer Leukämie, die zur Bekämpfung von Krebserkrankungen eingesetzt werden: so genannte Zytostatika, die bei einer Chemotherapie verabreicht werden. Aber auch hier gilt, dass die Mehrzahl der Leukämiepatienten nie mit solchen Substanzen in Kontakt gekommen ist. Allerdings muss das Risiko einer Leukämie beim Einsatz von Chemotherapeutika in der Krebstherapie bedacht werden. Der absehbare Nutzen der Behandlung muss das Risiko einer auftretenden schweren Folgeerkrankung überwiegen.

Generelle Krebsprävention

Für eine generelle Krebsprävention werden eine gesunde und ausgewogene Ernährung, viel Sport und Bewegung, ein möglichst geringer Alkoholkonsum sowie die Vermeidung von Tabakwaren und Übergewicht empfohlen. Inwieweit die verschiedenen Komponenten nun aber wirklich zur Entstehung einer bestimmten Krebserkrankung wie einer Leukämie beitragen, ist nicht bekannt. Bisher konnten aus verschiedenen Studien keine konkreten Hinweise gezogen werden, wie und ob durch einen bestimmten Lebensstil der Entstehung einer Leukämie vorgebeugt werden kann.

Lydia Köper

20.07.11

Prävention
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