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Selbsthilfegruppen für Leukämie Patienten

Jeanne Hatch/Shutterstock

Selbsthilfegruppen

Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V.

Die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH) ist der Bundesverband der Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von Erwachsenen mit Leukämien und Lymphomen. Die DLH wurde im Mai 1995 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe, sie wird also von der Deutschen Krebshilfe sowohl finanziell als auch ideell unterstützt. Die Geschäftsstelle der DLH befindet sich in Bonn. Ein Arbeitsschwerpunkt des Vereins liegt in der Förderung lokaler und regionaler Selbsthilfeinitiativen für Leukämie- und Lymphombetroffene. Die DLH unterstützt diese Initiativen in der Betreuung von Betroffenen und Angehörigen durch Seminare und Foren, die der Fortbildung und dem Erfahrungsaustausch dienen, sowie bei organisatorischen Fragen. Ziel der DLH ist es, das Netz an örtlichen Initiativen so eng wie möglich zu gestalten. Heute gibt es ca. 130 Leukämie- und Lymphom-Selbsthilfeinitiativen in Deutschland und dem angrenzenden deutschsprachigen Ausland. Die DLH führt über diese Initiativen eine Liste, die monatlich aktualisiert wird. Der jeweils aktuelle Stand ist auf der Webseite der DLH einsehbar.

In der DLH-Geschäftsstelle steht ein Patientenbeistand-Team Betroffenen und Angehörigen bei Fragen und Problemen hilfreich zur Seite. Das Angebot umfasst unter anderem:

  • den Versand von Informationsmaterial
  • die Weitergabe von Anschriften, z. B. von Studiengruppen, Zentren der Tumorbehandlung, niedergelassenen Hämatologen/Onkologen, Rehabilitationskliniken oder Beratungsstellen
  • die Vermittlung an örtliche Leukämie-/Lymphom-Selbsthilfeinitiativen
  • die Herstellung von Kontakten zu gleichartig Betroffenen
  • die Bereitstellung von umfangreichen Informationen im Internet
  • das Erstellen von krankheitsbezogenen Broschüren
  • die Organisation von Informationsveranstaltungen

Die DLH steht außerdem Ärzten, Journalisten und anderen Interessenten als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie ist darüber hinaus Kooperationspartner verschiedenster Organisationen und in zahlreichen Gremien vertreten. Die DLH vertritt auf übergeordneter Ebene gebündelt die Interessen von Leukämie- und Lymphomkranken gegenüber der Politik, den Krankenkassen, ärztlichen Organisationen und anderen Institutionen.

Psychologische Selbsthilfe Leukämie

Viele Leukämiepatienten geraten während ihres Krankheits- und Genesungsverlaufs in eine psychische Notlage. Nicht selten müssen Betroffene auf sich allein gestellt psychische, soziale oder existentielle Krisen bewältigen. Psychologische Unterstützung erfahren nur Wenige, denn entsprechende professionelle Hilfsangebote sind oftmals nicht erreichbar. Das auf vier Wochen angelegte Kursprogramm Psychologische Selbsthilfe Leukämie versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Es vermittelt psychologische Strategien, um akute und künftige krankheitsbedingte Belastungssituationen effektiver bewältigen zu können. Ziel ist es, das Spektrum der Krankheitsbewältigung zu erweitern und die aktuelle Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. Ähnlich wie bei einem Ratgeberbuch haben die Teilnehmer während des Kursverlaufs die Möglichkeit, sich die Inhalte selbstständig anzueignen.

Die Psychologische Selbsthilfe Leukämie richtet sich an alle Menschen mit einer Diagnose im Bereich der Leukämien und Lymphome, die zusätzlich zu ihrer medizinischen Behandlung psychologisches Wissen zur Verbesserung ihrer Krankheitssituation nutzen wollen. Das Kursprogramm ist auf insgesamt vier Wochen ausgelegt und sollte nur begonnen werden, wenn in diesem Zeitraum keine größeren Unterbrechungen des Kurses, beispielsweise durch einen Urlaub oder eine Rehabilitation, anstehen. Kann der Kurs nicht durchgehend absolviert werden, sollte die Teilnahme auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Die Psychologische Selbsthilfe Leukämie ist Bestandteil einer wissenschaftlichen Studie, die vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Universitätsklinikum Tübingen, in Kooperation mit der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. durchgeführt wird. Im Rahmen des Kurses werden die Teilnehmer zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten gebeten, Fragebögen auszufüllen. Die Teilnahme am Kurs ist kostenfrei.

Lydia Köper

20.07.11

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